Bewertung:

Das Buch wird für seine aufschlussreiche Darstellung der Evakuierung Athens während der Perserkriege gelobt, die akademische Strenge mit unterhaltsamer Schreibe verbindet. Viele Rezensenten halten es für die beste verfügbare Quelle zu diesem Thema.
Vorteile:Ausgezeichnete akademische Behandlung des Themas, fesselnder Schreibstil, bietet wertvollen Kontext, wird von sachkundigen Lesern hoch geschätzt, beste Quelle für die Evakuierung Athens während der Perserkriege, unterhaltsam und aufschlussreich.
Nachteile:In den Rezensionen werden keine wesentlichen Nachteile erwähnt.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
Athens Burning: The Persian Invasion of Greece and the Evacuation of Attica
Zwischen Juni 480 und August 479 v. Chr. verließen Zehntausende von Athenern nach dem Sieg von König Xerxes in der Schlacht bei den Thermopylen die Stadt. Sie verließen ihre Häuser und die Gräber ihrer Vorfahren vor dem einfallenden persischen Heer und suchten im Ausland Zuflucht. Frauen und Kinder wurden an einen sicheren Ort geschickt, ältere Menschen an einen anderen, während alle Männer im wehrfähigen Alter zur Flotte eingezogen wurden. In diesem schwierigen Jahr des Exils wurde die Stadt Athen nicht nur einmal, sondern zweimal in Brand gesetzt. In Athen brennt untersucht Robert Garland die Gründe für die Entscheidung, Attika, die griechische Halbinsel, zu der auch Athen gehört, aufzugeben, und analysiert die materiellen und psychologischen Folgen der daraus resultierenden Invasion.
Garland führt den Leser in die Hintergründe der griechisch-persischen Kriege ein, zu denen auch die berühmte Schlacht von Marathon gehört. Er beschreibt die verschiedenen Phasen der Invasion sowohl aus persischer als auch aus griechischer Sicht und geht auf die Belagerung der Akropolis, die Niederlage der Perser zunächst durch die verbündete griechische Flotte und später durch das Heer und schließlich auf die Rückkehr der Athener in ihr Land ein.
Indem er sich von den Leiden der Zivilbevölkerung inspirieren lässt, versucht Athens Burning auch, das Bild der Perser als rücksichtslose Barbaren zu widerlegen. Garland geht auf Fragen ein, die in anderen Darstellungen des Konflikts weitgehend ignoriert werden, z. B. wie die Evakuierung organisiert wurde und welche Einrichtungen den Flüchtlingen unterwegs zur Verfügung standen, und zeigt damit die Relevanz der antiken Geschichte für die heutige Welt. Diese fesselnde Geschichte ist in einer Zeit, in der die Nachrichten über das Leid von fast 5 Millionen Menschen berichten, die durch den Bürgerkrieg in Syrien aus ihrer Heimat vertrieben wurden, von besonderer Bedeutung. Dieses leicht verständliche Buch richtet sich an Studenten und Wissenschaftler der Alten Geschichte, wird aber auch jeden faszinieren, der sich für die aufkeimenden Bereiche der Flüchtlings- und Diasporaforschung interessiert.