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The Dilemma of Federal Mental Health Policy: Radical Reform or Incremental Change?
Schwere und anhaltende psychische Erkrankungen gehören zu den drängendsten gesundheitlichen und sozialen Problemen im heutigen Amerika. Jüngsten Schätzungen zufolge leiden mehr als drei Millionen Menschen in den USA an behindernden psychischen Störungen. Die direkten und indirekten Kosten für ihre Versorgung belaufen sich landesweit auf über 180 Milliarden Dollar pro Jahr. Es gibt zwar wirksame Behandlungen und Dienste, aber viele dieser Menschen haben aufgrund von Einschränkungen in der psychischen Gesundheits- und Sozialpolitik keinen Zugang zu diesen Diensten.
Seit fast zwei Jahrhunderten beschäftigen sich die Amerikaner mit der Frage, wie sie Menschen mit schweren Störungen versorgen sollen. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wandten sich Befürworter der psychischen Gesundheitspolitik gegen die institutionelle Versorgung und behaupteten, dass die gemeindenahe Versorgung und Behandlung das Leben von Menschen mit psychischen Störungen verbessern würde. Nach dem Zweiten Weltkrieg mischte sich auch die Bundesregierung in diese Politik ein, die zuvor ausschließlich den Bundesstaaten vorbehalten war. Die Maßnahmen reichten von solchen, die sich auf psychische Störungen konzentrierten, bis hin zu solchen, die sich im weiteren Sinne auf die Gesundheit und das soziale Wohlergehen konzentrierten.
In diesem Buch zeichnen Gerald N. Grob und Howard H. Goldman nach, wie eine sich ständig verändernde Koalition aus Experten für psychische Gesundheit, Aktivisten für Patientenrechte und Politikern dieses gemeindenahe System psychiatrischer Dienste konzipierte. Die Autoren zeigen, wie sich der Schwerpunkt der Politik von radikalen Reformen zu schrittweisen Veränderungen verschob. Viele haben von diesem Wandel profitiert, aber viele bleiben ohne die erforderliche Versorgung.