Bewertung:

Das Buch bietet einen gründlichen Überblick über die Geschichte des psychischen Gesundheitssystems des Landes, mit informativen Einblicken, die für den Leser zugänglich und ansprechend sind. Es bietet zwar einen wertvollen historischen Kontext, lässt aber alternative Perspektiven außerhalb des traditionellen medizinischen Modells vermissen.
Vorteile:⬤ Gut geschrieben und fesselnd
⬤ bietet einen gründlichen historischen Überblick
⬤ verständliche Sprache
⬤ sehr empfehlenswert für Leser.
Geht nicht auf alternative Perspektiven außerhalb des medizinischen Modells ein; einige Leser schlagen die Wiedereröffnung von Irrenanstalten vor.
(basierend auf 7 Leserbewertungen)
Mad Among Us
In der ersten umfassenden, einbändigen Geschichte der Behandlung psychisch Kranker erzählt der führende Historiker auf diesem Gebiet überzeugend von den verschiedenen Versuchen, dieses allgegenwärtige Dilemma von der Kolonialzeit bis in die Gegenwart zu lösen. Gerald Grob zeichnet das Wachstum der psychiatrischen Kliniken als Reaktion auf die steigende Zahl schwer und dauerhaft psychisch Kranker und den Verfall dieser Kliniken unter dem Druck von zu vielen Patienten und zu wenigen Ressourcen nach.
Die zunehmende Kritik an psychiatrischen Verfahren wie Schocktherapien, Drogen und Lobotomien sowie an psychiatrischen Einrichtungen als unmenschliche Orte führte zu einer neuen Betonung der gemeindenahen Betreuung und Behandlung. Zwar profitierten einige Patienten von den neuen gemeindenahen Maßnahmen, doch für viele psychisch kranke Drogenabhängige waren sie unwirksam.
Grobs endgültige Geschichte weist den Weg zu neuen Lösungen. Sie ist ein unverzichtbares Nachschlagewerk und zugleich ein Aufruf zu einer humanen und ausgewogenen Politik für die Zukunft.