
Alva Ixtlilxochitl's Native Archive and the Circulation of Knowledge in Colonial Mexico
Der zwischen 1568 und 1580 geborene Alva Ixtlilxochitl war ein direkter Nachfahre von Ixtlilxochitl I und Ixtlilxochitl II, den Herrschern von Texcoco, einem der wichtigsten Stadtstaaten im Mesoamerika vor der Eroberung. Nach einer hervorragenden Ausbildung und Einführung in das Leben des neuspanischen Reiches in Mexiko wurde Ixtlilxochitl vom Vizekönig beauftragt, die Geschichte der indigenen Völker Mexikos zu schreiben.
Amber Brian beschäftigt sich mit dieser Geschichte und taucht tief in die Archive dieses Lebenswerks ein, um der Frage nachzugehen, wie Wissen und Geschichte in dieser Zeit entstanden sind. Brian führt den Leser nicht nur durch die Geschichte des Archivs selbst, sondern untersucht auch, wie seine Erben eine ebenso entscheidende Rolle bei der Gestaltung dieser indigenen Geschichte spielten wie der Autor. Das Archiv trug dazu bei, einen aufkommenden Nationalismus zu einem entscheidenden Zeitpunkt in der lateinamerikanischen Geschichte zu inspirieren, als Kreolen und indigene Völker sich die Geschichte aneigneten, um den Glauben an die mexikanische Ausnahmestellung zu stärken.
Dieser Glaube prägte schließlich den modernen Staat und beeinflusste den Lauf der Geschichte in Amerika. Ohne das Werk von Ixtlilxochitl würde diese Geschichte heute ganz anders aussehen.