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Das Buch „Das Ende des japanischen Kinos“ von Alexander Zahlten untersucht die Überschneidung von Kunst und Industrie im japanischen Kino anhand der Analyse von Pink Film, Kadokawa Film und V-Cinema. Er argumentiert, dass diese Genres, die oft als künstlerisch minderwertig angesehen werden, eine entscheidende Rolle für das Verständnis der japanischen Filmgeschichte und des sozioökonomischen Kontextes spielen. Zahlten präsentiert einen umfassenden Ansatz, der die technischen, wirtschaftlichen und kulturellen Dimensionen dieser oft übersehenen Filme hervorhebt und ihre Bedeutung für die breitere Geschichte des japanischen Kinos aufzeigt.
Vorteile:⬤ Umfassende Analyse von oft übersehenen Filmgenres.
⬤ Überbrückt die Kluft zwischen Kunst und Industrie und vermittelt ein tieferes Verständnis des japanischen Kinos.
⬤ Reich an historischem und sozioökonomischem Kontext, der dem Leser ein besseres Verständnis der japanischen Videokultur ermöglicht.
⬤ Bietet eine kritische Perspektive auf die Ablehnung bestimmter Genres durch traditionelle Filmkritiker.
⬤ Gut recherchiert, mit einer Kombination aus Dokumentarfilmen, Interviews und theoretischen Erkenntnissen.
⬤ Die behandelten Filme sind im Allgemeinen von schlechter künstlerischer Qualität, was für manche zu einer schmerzhaften Seherfahrung führen kann.
⬤ Der Fokus auf Nischengenres mag nicht alle Leser ansprechen, die sich für das Mainstream-Kino interessieren.
⬤ Der akademische Charakter des Buches könnte Gelegenheitsleser oder diejenigen, die eine direktere Darstellung des japanischen Kinos suchen, abschrecken.
(basierend auf 1 Leserbewertungen)
The End of Japanese Cinema: Industrial Genres, National Times, and Media Ecologies
In Das Ende des japanischen Kinos geht Alexander Zahlten in der Filmtheorie über die Grenzen des Films selbst hinaus und widmet sich dem Entstehen neuer Arten von Ästhetik, Politik, Zeitlichkeit und einem neuen Verständnis von Film und Medien. Er zeichnet die Entwicklung einer neuen Medienökologie durch tiefgreifende historische Analysen der japanischen Filmindustrie von den 1960er bis zu den 2000er Jahren nach.
Zahlten konzentriert sich auf drei populäre industrielle Genres: Pink Film (unabhängig vertriebene Softcore-Pornofilme), Kadokawa (Big-Budget-Produktionen als Teil einer Transmedia-Strategie) und V-Cinema (Direct-to-Video-Filme). Er untersucht die Produktionsbedingungen dieser Filme, um zu zeigen, wie die Medienindustrie selbst Teil der Politik des Medientextes wird, und um die komplexe Verhandlung zwischen Medien und Politik, Kultur und Identität in Japan aufzuzeigen. Zahlten verweist auf eine andere Geschichte des Films, in der sich eine einst mächtige Filmindustrie in eine Komponente innerhalb einer komplexen Medienmix-Ökologie verwandelte.
Damit eröffnet Zahlten neue Wege zur Aufdeckung ähnlich umfassender Prozesse in anderen großen Mediengesellschaften. Eine Studie des Weatherhead East Asian Institute, Columbia University.