Bewertung:

Die Rezensionen spiegeln eine Mischung von Ansichten über das Werk von J.M. Keynes wider, wobei viele seine Erkenntnisse über die Wirtschaftspolitik und die sozialen Auswirkungen der Laissez-faire-Wirtschaft loben. Sie verweisen auf seine Bedeutung für die heutigen Diskussionen über staatliche Eingriffe und kritisieren das Fehlen einer wirksamen Regulierung der freien Märkte. Einige Leser halten seine Analyse für wesentlich und ihrer Zeit voraus, während andere seine Theorien skeptisch betrachten und sie als antikapitalistisch bezeichnen. Insgesamt wird das Buch als ein bedeutender Beitrag zum wirtschaftlichen Denken anerkannt.
Vorteile:Das Buch bietet eine neue Perspektive auf die Wirtschafts- und Sozialpolitik und unterstreicht die Notwendigkeit staatlicher Eingriffe in Zeiten des wirtschaftlichen Abschwungs. Viele Rezensenten schätzen Keynes' analytische Herangehensweise an die Konsequenzen wirtschaftlicher Theorien und die Relevanz seiner Arbeit für das Verständnis aktueller sozioökonomischer Herausforderungen. Der Text wird auch als prägnant und durchdacht angesehen, da er komplexe Ideen zugänglich macht.
Nachteile:Einige Leser finden das Buch schwierig zu lesen und kritisieren Keynes' Verwendung von Analogien, da es ihnen an Relevanz fehle. Andere äußern Bedenken, dass seine Theorien grundsätzlich antikapitalistisch sind und eine Umverteilung des Reichtums befürworten, was sie ablehnen. Einige erwähnen auch Probleme mit der Qualität der Veröffentlichung.
(basierend auf 14 Leserbewertungen)
The End of Laissez-Faire: The Economic Consequences of the Peace
In THE END OF LAISSEZ-FAIRE gibt Keynes einen kurzen historischen Überblick über die Wirtschaftspolitik des Laissez-faire. Obwohl er grundsätzlich der Meinung ist, dass der Markt frei von staatlichen Eingriffen sein sollte, schlägt er vor, dass die Regierung eine konstruktive Rolle beim Schutz des Einzelnen vor den schlimmsten Folgen der kapitalistischen Zyklen spielen kann, insbesondere was die Arbeitslosigkeit betrifft.
Als die Große Depression einige Jahre später ausbrach, schien diese Arbeit sehr vorausschauend. Keynes erlangte erstmals unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg große Bekanntheit, als er THE ECONOMIC CONSEQUENCES OF THE PEACE veröffentlichte. Dieses Buch erlangte aufgrund seiner vernichtenden Porträts sowohl des französischen Premierministers Georges Clemenceau als auch des amerikanischen Präsidenten Woodrow Wilson große Bekanntheit.
Keynes kritisierte die alliierten Sieger, weil sie einen Vertrag unterzeichneten, der ruinöse Folgen für Europa haben würde, wenn er nicht wie von ihm vorgeschlagen geändert würde. Leider schenkten nur wenige Staats- und Regierungschefs Keynes' Kritik Glauben, und er sah seine schlimmsten Befürchtungen mit dem Aufstieg Hitlers und den verheerenden Folgen des Zweiten Weltkriegs verwirklicht.
Keynes' brillanter Verstand und sein klarer Schreibstil sind auf jeder Seite zu spüren. Beide Werke sind aufgrund seiner profunden Kenntnisse der Wirtschaftswissenschaften sehr lesenswert.