Bewertung:

Die Rezensionen spiegeln eine Mischung aus Wertschätzung und Kritik an Mikki Maynards Buch über den Niedergang der amerikanischen Automobilindustrie und den Aufstieg ausländischer Wettbewerber wider. Während das Buch wertvolle Einblicke in die Dynamik der Branche und die kulturellen Veränderungen bietet, fanden einige Leser, dass es in Bezug auf bestimmte historische Aspekte an Tiefe mangelt und sich im Aufbau wiederholt. Der Fokus des Autors auf ausländische Hersteller und deren Strategien wurde positiv hervorgehoben, obwohl einige der Meinung waren, dass dadurch die Probleme der amerikanischen Automobilhersteller überschattet wurden.
Vorteile:Das Buch ist fesselnd und informativ und bietet einen lesenswerten Überblick über die amerikanische Autoindustrie und ihren Niedergang. Es bietet wertvolle Lektionen über die Beibehaltung von Marktanteilen und den Wettbewerb, präsentiert einen erzählerischen Stil und enthält unterhaltsame Anekdoten. Die Einsicht des Autors in die Faktoren, die zu den Herausforderungen führen, denen sich Detroit und seine Hersteller gegenübersehen, wird sehr geschätzt, ebenso wie die detaillierte Analyse der Erfolgsstrategien ausländischer Autohersteller.
Nachteile:Einige Leser bemängelten einen Mangel an Tiefe in Bezug auf die Geschichte der amerikanischen Automobilindustrie und empfanden den Text als etwas verwirrend und repetitiv. Kritisiert wurde die scheinbare Voreingenommenheit des Autors gegenüber ausländischen Marken, wodurch wichtige Details über amerikanische Unternehmen übersehen wurden. Außerdem waren einige der Meinung, dass das Buch auf den neuesten Stand gebracht werden müsste, um neuere Entwicklungen in der Branche zu berücksichtigen, da die letzte umfassende Aktualisierung mehrere Jahre zurückliegt.
(basierend auf 39 Leserbewertungen)
The End of Detroit: How the Big Three Lost Their Grip on the American Car Market
Eine ausführliche, knallharte Darstellung der Fehler, Fehleinschätzungen und Kurzsichtigkeit, die Amerikas Automobilindustrie zum Verhängnis wurden.
In den 1990er Jahren befanden sich die drei großen Detroiter Autokonzerne im Höhenflug. Die Einführung des Minivans und des Geländewagens hatte die Branche wiederbelebt, und man glaubte weithin, dass Detroit auf wundersame Weise die Bedrohung durch ausländische Importe überwunden und seine aufstrebende Position zurückgewonnen hatte. Wie Micheline Maynard in THE END OF DETROIT jedoch brillant darlegt, steuerte die traditionelle amerikanische Autoindustrie in Wirklichkeit auf eine Katastrophe zu. Maynard argumentiert, dass die Großen Drei durch ihre Konzentration auf hochprofitable Lastwagen und Geländewagen eine einmalige Chance verpasst haben, den amerikanischen Autokäufer zurückzugewinnen. Ausländische Unternehmen wie Toyota und Honda festigten ihre Vorherrschaft bei den Familien- und Kleinwagen, gewannen Marktanteile bei den margenstarken Luxusautos und stürmten - ironischerweise - schon bald mit ihren eigenen hoch entwickelten und vermarkteten SUVs, Pickups und Minivans auf den Markt. Detroit, das unter dem Syndrom "gut genug" litt und auf unwirksame Marketing-Gimmicks wie Rabatte und Null-Prozent-Finanzierungen setzte, versäumte es, den Verbrauchern das zu geben, was sie wirklich wollten - Zuverlässigkeit, die neueste Technologie und gutes Design zu einem vernünftigen Preis.
Auf der Grundlage zahlreicher Interviews mit führenden Vertretern der Branche, darunter Fujio Cho von Toyota, Carlos Ghosn von Nissan, Dieter Zetsche von Chrysler, Helmut Panke von BMW und Robert Lutz von GM, sowie mit Autodesignern, Ingenieuren, Testfahrern und Autobesitzern, zeichnet Maynard ein schonungsloses Bild der Kultur der Arroganz und Insellage, die die amerikanischen Automobilhersteller in die Irre geführt hat. Maynard sagt voraus, dass bis zum Ende des Jahrzehnts einer der amerikanischen Automobilhersteller in seiner jetzigen Form nicht mehr existieren wird.