Bewertung:

In den Rezensionen zu „The Foundling“ wird eine fesselnde Erzählung hervorgehoben, in deren Mittelpunkt die dunkle Geschichte der Eugenik und die Misshandlung von Frauen in Heimen steht. Die Entwicklung der Charaktere, insbesondere die der Protagonistin Mary Engle, wird häufig gelobt, obwohl einige Kritiken Ungereimtheiten in ihrer Darstellung erwähnen. Während die Geschichte fesselnd ist und zum Nachdenken anregt, erhält der Prosastil gemischte Kritiken, da einige ihn für zu simpel oder düster halten. Insgesamt empfehlen die Leser das Buch wegen seiner historischen Bedeutung und emotionalen Tiefe.
Vorteile:Fesselnde und zum Nachdenken anregende Erzählung über Eugenik und Institutionalisierung.
Nachteile:Gut entwickelte, glaubwürdige Charaktere, insbesondere die Protagonistin Mary Engle.
(basierend auf 139 Leserbewertungen)
The Foundling
Die Geschichte zweier Freundinnen, die im selben Waisenhaus aufgewachsen sind und deren Loyalität auf eine harte Probe gestellt wird, als sie sich Jahre später in einer umstrittenen Einrichtung wiedertreffen - die eine als Angestellte, die andere als Insassin.
Es ist das Jahr 1927, und die achtzehnjährige Mary Engle wird als Sekretärin in einer abgelegenen, aber landschaftlich reizvollen Einrichtung für geistig behinderte Frauen, dem Nettleton State Village for Feebleminded Women of Childbearing Age, angestellt. Sie ist sofort von ihrer Arbeitgeberin beeindruckt - der brillanten, vornehmeren Dr. Agnes Vogel.
Dr. Vogel war im Medizinstudium die einzige Frau in ihrer Klasse gewesen. Als junge Psychiaterin war sie eine entschiedene Verfechterin des Frauenwahlrechts. Jetzt, im Alter von vierzig Jahren, leitet Dr. Vogel eines der größten und selbständigsten öffentlichen Frauenasyle des Landes. Mary bewundert zutiefst, wie engagiert sich die Ärztin für die armen und verletzlichen Frauen unter ihrer Obhut einsetzt.
Kurz nach ihrer Einstellung erfährt Mary, dass ein Mädchen aus dem Waisenhaus ihrer Kindheit zu den Insassen gehört. Mary erinnert sich an Lillian als einen schönen Freigeist mit einer manchmal temperamentvollen Seite. Könnte sie geistig behindert sein? Als Lillian Mary anfleht, ihr bei der Flucht zu helfen, und behauptet, die Anstalt sei nicht das, was sie zu sein scheint, steht Mary vor einer schrecklichen Entscheidung. Soll sie ihrer verstörten Freundin, mit der sie ein dunkles Kindheitsgeheimnis teilt, vertrauen? Marys Entscheidung löst eine haarsträubende Abfolge von Ereignissen aus, die für alle Beteiligten lebensverändernde Konsequenzen haben.
Inspiriert von einer wahren Geschichte über die Großmutter der Autorin, bietet The Foundling einen seltenen Einblick in ein schockierendes Kapitel der amerikanischen Geschichte. Dieser fesselnde Schmöker wird die Leser bis zur letzten Seite in Atem halten und sie fragen lassen: "Ist das hier wirklich passiert? ".