Bewertung:

Das Buch untersucht das Kibbuzsystem als eine Fallstudie über Gleichheit und Effizienz, wobei persönliche Geschichten und strenge wirtschaftliche Analysen miteinander verknüpft werden. Es enthält sowohl herzerwärmende Erzählungen als auch umfassende Forschungsergebnisse, die es einem breiten Publikum zugänglich machen. Trotz der aufschlussreichen Details wiesen einige Leser auf Probleme mit Wiederholungen und der Bearbeitung hin.
Vorteile:⬤ Kombiniert persönliche Erzählungen mit empirischen Analysen, wodurch es für Leser mit unterschiedlichem Hintergrund interessant ist.
⬤ Bietet aufschlussreiche Diskussionen über die Dynamik von Gleichheit und Effizienz in wirtschaftlichen Kontexten.
⬤ Angereichert mit historischen Anekdoten und mutigen Geschichten aus der Familie des Autors, die die emotionale Resonanz verstärken.
⬤ Die ehrliche Darstellung von Forschungsergebnissen durch den Autor macht das Buch glaubwürdig.
⬤ Spricht wichtige zeitgenössische Themen wie Gerechtigkeit und Gemeinschaft an.
⬤ Einige Leser fanden das Buch repetitiv, was auf die Notwendigkeit eines besseren Lektorats hinweist.
⬤ Die vorgestellten ökonomischen Methoden wurden als zu detailliert für den Haupttext empfunden und wären vielleicht besser für Anhänge geeignet.
(basierend auf 9 Leserbewertungen)
The Mystery of the Kibbutz: Egalitarian Principles in a Capitalist World
Wie die Kibbuz-Bewegung trotz der ihr innewohnenden wirtschaftlichen Widersprüche florierte und warum sie schließlich unterging
Der Kibbuz ist ein soziales Experiment des kollektiven Lebens, das die traditionelle Wirtschaftstheorie in Frage stellt. Indem das Kibbuz-System alle Einkommen und Ressourcen gleichmäßig unter seinen Mitgliedern aufteilt, schafft es starke Anreize zum Trittbrettfahren oder - wie im Fall der am besten ausgebildeten und qualifizierten Menschen - zur Abwanderung in die Stadt. Jahrhunderts blühten die Kibbuzim, und das Kibbuzleben wurde sowohl von den Mitgliedern als auch von der Außenwelt als idyllisch empfunden. In The Mystery of the Kibbutz (Das Geheimnis des Kibbuz) verbindet Ran Abramitzky wirtschaftliche Perspektiven mit persönlichen Einblicken, um zu untersuchen, wie es den Kibbuzim trotz der ihnen innewohnenden Anreizprobleme gelang, eine gleichberechtigte Teilhabe so lange aufrechtzuerhalten.
Indem er die Geschichte der Erfahrungen seiner eigenen Familie als Kibbuzmitglieder mit umfangreichen wirtschaftlichen und historischen Daten verknüpft, beleuchtet Abramitzky den Idealismus und die historischen Umstände, die den Kibbuzim halfen, ihre wirtschaftlichen Widersprüche zu überwinden. Er beleuchtet, wie die Kibbuzim die Herausforderungen des Gedeihens als Enklaven in einer kapitalistischen Welt meisterten, und bewertet den Erfolg der Kibbuzim bei der Aufrechterhaltung der wirtschaftlichen Gleichheit. Anhand umfangreicher historischer Daten und der Geschichten seiner pionierhaften Großmutter, die einen Kibbuz gründete, seines Onkels, der sein ganzes Erwachsenenleben in einem Kibbuz verbrachte, und seiner Mutter, die in einem Kibbuz aufwuchs und ihn wieder verließ, erweckt Abramitzky den Aufstieg und Fall der Kibbuzbewegung zum Leben.
Die Lehren, die The Mystery of the Kibbutz aus diesem einzigartigen sozialen Experiment zieht, reichen weit über die Kibbuztore hinaus und dienen als Leitfaden für Gesellschaften, die wirtschaftliche und soziale Gleichheit anstreben.
-- "Times Higher Education".