Bewertung:

Das Buch 'Living the Good Life: A Beginner's Thomistic Ethics“ von Steven J. Jensen wird für seine klare und verständliche Darstellung der thomistischen Ethik gelobt. Es wird als leicht zu lesen, ansprechend und praktisch beschrieben, so dass es sich sowohl für den akademischen Gebrauch als auch für allgemeine Leser eignet. Viele Rezensenten heben die Wirksamkeit der verwendeten Beispiele und den einnehmenden Schreibstil des Autors hervor. Einige Kritiker merken jedoch an, dass es dem Buch an Tiefe bei der Darstellung einer Vielzahl philosophischer Argumente fehlt, insbesondere im Vergleich zu anderen ethischen Theorien.
Vorteile:⬤ Leicht zu lesen und zu verstehen
⬤ kurze Kapitel
⬤ ansprechender und unterhaltsamer Schreibstil
⬤ praktische Beispiele
⬤ für Anfänger geeignet
⬤ für den Ethikunterricht empfohlen
⬤ effektive Synthese der thomistischen Ethik
⬤ gut für die persönliche Entwicklung und ethische Argumentation.
⬤ Begrenzte Erkundung verschiedener philosophischer Argumente
⬤ wird von einigen als zu vereinfachend empfunden
⬤ könnte vor allem diejenigen ansprechen, die ein starkes Interesse an thomistischem Denken haben, ohne andere Perspektiven zu berücksichtigen.
(basierend auf 15 Leserbewertungen)
Living the Good Life a Beginner's Thomistic Ethics
Living the Good Life bietet eine kurze Einführung in Tugend und Laster, Selbstbeherrschung und Schwäche, Elend und Glück. Das Buch kontrastiert das Denken von Aquin mit populären Ansichten wie dem moralischen Relativismus, der Werteklärung, dem Utilitarismus, der kantischen Deontologie und der Situationsethik.
In Anlehnung an das sokratische Diktum "Erkenne dich selbst" untersucht Steven J. Jensen das Innenleben des menschlichen Geistes und zeigt das Zusammenspiel von Vernunft, Wille und Gefühlen auf. Nach Aquin führt die Vernunft in einem gesunden ethischen Leben die Gefühle und den Willen zum wahren menschlichen Wohl.
In einem ungesunden Leben verzerren emotionale Impulse die Sicht der Vernunft und verstricken den Menschen in vergebliche Bestrebungen. Im menschlichen Kampf um Selbstbeherrschung muss der Mensch die kapriziösen Begierden überwinden, die ihn an falsche Güter binden. Jensen führt den Leser gekonnt durch die Philosophie des Aquin und erklärt den Unterschied zwischen den moralischen und den intellektuellen Tugenden.
Die moralischen Tugenden lenken unsere verschiedenen Begierden auf das wahre Gut, helfen uns, unsere fehlgeleiteten Begierden abzulegen, und lehren uns, das zu genießen, was wirklich erstrebenswert ist. Die Tugend der Gerechtigkeit lenkt unser Herz auf das Wohl der anderen und befreit uns vom Egoismus, um ein mit den anderen geteiltes Gut zu suchen. Die intellektuellen Tugenden schulen den Verstand auf die Wahrheit hin, so dass wir im menschlichen Verstehen Erfüllung finden können.
Am wichtigsten ist die Tugend der Klugheit, die unsere Überlegungen darauf ausrichtet, den wahren Weg des Lebens zu finden. Als Text für Studenten gedacht, werden Anfänger der Philosophie Zugang zu einem Schlüsselaspekt des Denkens von Aquin erhalten, nämlich dass das wahre Glück nicht im tierischen Leben der Leidenschaft und der Gier zu finden ist, sondern nur im vernünftigen Streben nach den menschlichen Gütern, in denen wir wahren Frieden und Ruhe vor den Ablenkungen dieser Welt finden.