Bewertung:

Das Buch „The Year Without Summer“ von William und Nicholas Klingaman befasst sich mit den dramatischen Folgen des Ausbruchs des Mount Tambora im Jahr 1815 und beschreibt die globalen klimatischen Auswirkungen, insbesondere in Nordamerika und Europa, sowie die daraus resultierenden sozialen und politischen Folgen wie Hungersnöte und Unruhen. Das Buch bietet zwar eine Fülle historischer Informationen, doch manche Leser finden, dass es sich wiederholt und keine zusammenhängende Erzählung bietet.
Vorteile:⬤ Informativ und gut recherchiert, mit detaillierten Angaben zu den klimatischen und sozialen Auswirkungen des Ausbruchs.
⬤ Zugänglicher Schreibstil, der sich an ein breites Publikum richtet, darunter Historiker, Meteorologen und allgemein an der Klimawissenschaft interessierte Leser.
⬤ Interessante Anekdoten und Briefe von bedeutenden historischen Persönlichkeiten bereichern die Erzählung.
⬤ Die Abhängigkeit der Gesellschaft vom Wetter und den Ernteerträgen wird hervorgehoben, was es für die heutige Klimadiskussion relevant macht.
⬤ Einige Leser fanden das Buch repetitiv und zu sehr auf meteorologische Details fokussiert, was auf Kosten der menschlichen Geschichten ging.
⬤ Der Umfang des Buches ist begrenzt und deckt die globalen Auswirkungen über Nordamerika und Europa hinaus nur unzureichend ab.
⬤ Die Einbeziehung von tangentialen Anekdoten, wie z. B. persönliche Details über historische Persönlichkeiten, kann von der Haupterzählung ablenken.
⬤ Es fehlt eine überzeugende, zusammenhängende Erzählung, die persönliche Erfahrungen mit umfassenderen historischen Ereignissen verbindet.
(basierend auf 154 Leserbewertungen)
The Year Without Summer: 1816 and the Volcano That Darkened the World and Changed History
Wie Winchesters Krakatoa enthüllt auch Das Jahr ohne Sommer ein Jahr dramatischer globaler Veränderungen, das von der Geschichte längst vergessen wurde.
In der Tradition von Krakatoa, The World Without Us und Guns, Germs and Steel entsteht eine umfassende Geschichte des Jahres, das als 18-hundert-und-erfrieren-zum-Tod bekannt wurde. 1816 war ein bemerkenswertes Jahr - vor allem deshalb, weil es keinen Sommer gab. Infolge eines Vulkanausbruchs am Mount Tambora in Indonesien waren die Wetterverhältnisse weltweit monatelang gestört, so dass es im Sommer 1816 in weiten Teilen der nordöstlichen USA und Europas zu übermäßigem Regen, Frost und Schneefall kam.
In den USA führte das außergewöhnliche Wetter zu Lebensmittelknappheit, religiösen Erweckungen und einer starken Abwanderung von Neuengland in den Mittleren Westen. In Europa führte der kalte und nasse Sommer zu Hungersnöten, Lebensmittelunruhen, der Umwandlung fester Gemeinschaften in wandernde Bettler und einer der schlimmsten Typhusepidemien der Geschichte. 1816 war das Jahr, in dem Frankenstein geschrieben wurde. Es war auch das Jahr, in dem Turner seine feurigen Sonnenuntergänge malte. All dies hängt mit dem globalen Klimawandel zusammen - etwas, das wir heute sehr gut kennen, das aber für die Menschen im neunzehnten Jahrhundert völlig rätselhaft war, die sich alle möglichen Gründe für eine so ungünstige Jahreszeit ausdachten.
Das Buch The Year Without Summer von William K. Klingaman und Nicholas P. Klingaman untersucht anhand einer Fülle von Quellenmaterial und einer fesselnden Erzählweise, in der Bauern und Könige, Politiker, Schriftsteller und Wissenschaftler zu Wort kommen, nicht nur den durch den Vulkan verursachten Klimawandel, sondern auch dessen Auswirkungen auf Politik, Wirtschaft, Kunst und soziale Strukturen.