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The Liability Century: Insurance and Tort Law from the Progressive Era to 9/11
Kenneth Abraham untersucht die Entwicklung und die gegenseitige Abhängigkeit des Haftpflichtsystems und des Versicherungssystems in den Vereinigten Staaten während des zwanzigsten Jahrhunderts und darüber hinaus, einschließlich der Ereignisse des 11. September 2001.
Jahrhunderts führte die Verfügbarkeit von Haftpflichtversicherungen zur Schaffung neuer Formen der Haftung, beeinflusste die Ausweitung bereits bestehender Haftungen erheblich und förderte die kontinuierliche Erhöhung der in Schadenersatzprozessen zugesprochenen Geldbeträge. Es entstand eine "Haftpflicht- und Versicherungsspirale", in der die Verfügbarkeit von Haftpflichtversicherungen die Auferlegung von mehr Haftung förderte, und die Auferlegung von Haftung wiederum die weitere Verbreitung von Versicherungen.
Die Haftpflichtversicherung war nicht nur eine Finanzierungsquelle für immer höhere Haftungssummen. Die Haftpflichtversicherer übernahmen die Vorherrschaft bei Schadenersatzprozessen. Sie verteidigten Klagen gegen ihre Versicherungsnehmer und entschieden, welche Fälle sie beilegen, bekämpfen oder anfechten wollten. Der Grundgedanke der Versicherung, dass die Verteilung von Verlusten auf eine große Zahl von Versicherungsnehmern wünschenswert ist, beeinflusste die Ideologie des Deliktsrechts. Um das Ziel der Schadensverteilung zu erreichen, musste die Haftung ausgeweitet werden.
Heute stehen das Haftpflicht- und das Versicherungssystem in ständiger Wechselwirkung, und um das eine zu reformieren, muss man die Rolle des anderen genau verstehen.