
The Complete Lives of Camp People: Colonialism, Fascism, Concentrated Modernity
In The Complete Lives of Camp People legt Rudolf Mr.
Zek eine umfassende Studie über das materielle und kulturelle Leben der Internierten in den Konzentrationslagern des zwanzigsten Jahrhunderts vor und zeigt, auf welch vielfältige Weise ihre Erfahrungen die grundlegende Logik der Moderne widerspiegeln. Herr Zek konzentriert sich auf die Kleinigkeiten des täglichen Lebens in zwei Lagern: Theresienstadt, ein nationalsozialistisches „Ghetto“ für Juden in der Nähe von Prag, und das niederländische „Isolationslager“ Boven Digoel, das sich zwischen 1927 und 1943 in einem abgelegenen Teil Neuguineas befand und in dem indonesische Rebellen festgehalten wurden, die versuchten, die Kolonialregierung zu stürzen.
Anhand einer Mischung aus Interviews mit Überlebenden und ihren Nachkommen, Archivberichten, Ephemera und Mediendarstellungen zeigt Herr zek, wie die alltäglichsten Aufgaben des modernen Lebens - Kleidung kaufen, zum Friseur gehen, Sport treiben - in den Lagern weitergingen, die selbst nach den Grundsätzen der Moderne entworfen, gebaut und verwaltet wurden. Auf diese Weise zeigt Herr Zek, dass Konzentrationslager keine außergewöhnlichen Orte sind, sondern der Ort der Moderne in ihrer destilliertesten Form.