Bewertung:

Das Buch wird für seine wissenschaftliche Tiefe und seinen einzigartigen Ansatz, die Botschaft Jesu durch buddhistische Konzepte zu analysieren, hoch gelobt. Die Rezensenten schätzen seine Lesbarkeit und die möglichen Auswirkungen auf ihr Verständnis der christlichen Theologie.
Vorteile:⬤ Unglaubliche Leistung, die Gelehrsamkeit und Lesbarkeit verbindet
⬤ transformative Wirkung auf wissenschaftliche Ansätze und persönliche Überzeugungen
⬤ innovative Verwendung buddhistischer Konzepte zur Analyse der Lehren Jesu.
Einige mögen die Herausforderung, Jesus zu kategorisieren, als schwierig oder beunruhigend empfinden; die Diskussion um interpretative Annahmen kann als komplex empfunden werden.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
The Gospel of Mark
John Keenans "Das Markus-Evangelium" ist eine radikal neue Lesart dieses faszinierendsten der synoptischen Evangelien - eine bemerkenswerte Leistung angesichts der explosionsartigen Zunahme der Markus-Forschung in den letzten zwanzig Jahren. Keenan erreicht dies, indem er sich Markus auf eine Weise nähert, wie es kein anderer Gelehrter getan hat: durch die Brille der mahayana-buddhistischen Philosophie.
Diese Sichtweise betont die Entleerung aller vorgefassten Meinungen darüber, wie die Lektüre zu beginnen ist, sowie die Wiedergewinnung solcher Vorstellungen im Hinblick auf das abhängige Miterstehen und den Angriff Jesu auf die Gültigkeit der konventionellen Religiosität. Das Markusevangelium" zeigt ein alternatives hermeneutisches Verfahren, das sich aus dem Mahayana-Verständnis der Funktion von Text und Lehre ergibt und von der Mahayana-Philosophie geprägt ist. Der erste Teil von "Das Markusevangelium" gibt einen Überblick über die verschiedenen Auslegungsmethoden in der Markusforschung.
Er beschreibt und argumentiert für die Gültigkeit eines buddhistischen Ansatzes für dieses Gründungsdokument des christlichen Evangeliums. Hier beweist der Autor ein tiefes Verständnis nicht nur für die Schriftgelehrsamkeit, sondern auch für die Mahayana-Philosophie.
Keenan erörtert Themen wie den elliptischen Stil des Markus und die Reise, die den Anstoß für die Erzählung gibt, und untersucht sie durch die Linse der Leerheit und des abhängigen Miterstehens, die die Schwerpunkte einer Mahayana-Lesart sind. Im zweiten Teil gibt Keenan dem Leser wirklich neue Einblicke in die paradoxe Welt des Jesus von Markus.
Durch eine buddhistische Brille betrachtet, bietet der Text verblüffende und neue Perspektiven auf Jesus selbst, die Erfahrung des Reiches Gottes, Wundergeschichten und Gleichnisse, die Passion und den Tod, die Auferstehung und die Wiederkehr.