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The Modern American House: Spaciousness and Middle Class Identity
Sandy Isenstadt untersucht, wie Architekten, Innenarchitekten und Landschaftsgestalter daran arbeiteten, die Raumwahrnehmung in den Häusern der Mittelschicht visuell zu verbessern.
Die Sehnsucht nach Geräumigkeit erreichte dort ihren Höhepunkt, wo sie am meisten fehlte: in den kleinen Einfamilienhäusern, die im neunzehnten Jahrhundert zum Eckpfeiler des bürgerlichen Lebens wurden. In direktem Widerspruch zu den tatsächlichen Ausmaßen stand die Geräumigkeit in einem für die Mittelschicht typischen Spannungsverhältnis - zwischen räumlichen Ambitionen und finanziellen Beschränkungen.
Obwohl sie von Theoretikern, Praktikern oder den Bewohnern der Häuser selbst nur selten nachhaltig thematisiert wurde, argumentiert Isenstadt, dass Geräumigkeit für die Entwicklung der modernen amerikanischen Hausarchitektur von zentraler Bedeutung war, wobei explizite Strategien der Raumwahrnehmung für das Design moderner Häuser entscheidend waren. Durch professionelle Unterstützung fand die Sorge um den visuellen Raum ihren Weg in die Diskussion über Immobilien und Recht.