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Electric Light: An Architectural History
Wie elektrisches Licht neue Räume schuf, die die gebaute Umwelt und die Wahrnehmung der modernen Architektur veränderten.
In diesem Buch untersucht Sandy Isenstadt das elektrische Licht als eine Form der Architektur - als eine neue, einzigartig moderne Art von Baumaterial. Elektrisches Licht war mehr als nur eine neuartige Möglichkeit, einen Raum zu erhellen oder ein Straßenbild zu beleuchten; es brachte neue Möglichkeiten mit sich, den Raum selbst wahrzunehmen und zu erleben. Wenn die Moderne durch schnellen, unaufhörlichen Wandel charakterisiert werden kann und die Moderne die kreative Antwort auf diesen Wandel ist, so Isenstadt, dann ist die Elektrizität - sofort, formbar, allgegenwärtig, flüchtig - das Medium der Moderne.
Isenstadt zeigt, wie die Einführung der elektrischen Beleuchtung Ende des 19. Jahrhunderts neue architektonische Räume schuf, die zuvor bestehende Räume veränderten und manchmal in den Schatten stellten. Anhand von fünf Beispielen, die vom greifbaren Wunder des Lichtschalters bis zur immateriellen und grenzenlosen Düsternis des kriegsbedingten Stromausfalls reichen, konstruiert er eine Architekturgeschichte dieser neuen Räume. Er beschreibt, was es bedeutet, wenn ein normaler Mensch Gott spielen kann, indem er einen Schalter umlegt; wenn der umherschweifende Kegel von Autoscheinwerfern Fahrer und Beifahrer in den Scheitelpunkt eines leuchtenden Hohlraums stellt; wenn die Beleuchtung in Fabriken als produktivitätssteigernd angesehen wird; wenn der Times Square zu einem Emblem der beleuchteten kommerziellen Rede wird; und wenn die Abwesenheit von elektrischem Licht bei einem Stromausfall eine neue Art von Raum hervorbringt. In diesem Buch, der ersten nachhaltigen Untersuchung der räumlichen Auswirkungen elektrischer Beleuchtung, rekonstruiert Isenstadt den Modernismus in der Architektur, um den neuen Wahrnehmungsbedingungen und Sehgewohnheiten Rechnung zu tragen, die auf die weit verbreitete Elektrifizierung folgten.