
The Modern Law of Champerty and Maintenance
Champerty und Maintenance als Delikte und Verbrechen wurden 1967 in England und Wales per Gesetz abgeschafft. Sie galten als veraltet und als Produkt einer vergangenen Zeit, in der der Missbrauch des Gerichtssystems durch reiche und mächtige Adlige eine robuste rechtliche Antwort erforderte. Ein modernes, hochentwickeltes und unabhängiges Gerichtswesen machte eine Bestrafung oder Entschädigung für Champerty oder Unterhalt überflüssig. Nach 1967 wurde ihre Wirkung jedoch durch eine „Vorbehaltsklausel“ beibehalten, die sicherstellt, dass jeder Vertrag, der mit Wucher oder Unterhalt behaftet ist, „als gegen die öffentliche Ordnung verstoßend oder anderweitig rechtswidrig zu behandeln ist“. Spulen wir fünf Jahrzehnte vor bis zum heutigen Tag, und während die Unterhaltspflicht im englischen Recht wohl ihr Verfallsdatum erreicht hat, kann das Gleiche nicht von ihrem aggressiveren Cousin gesagt werden. Die Champerty als Doktrin hat in diesem Rechtsraum nach wie vor einen beträchtlichen Einfluss und begleitet die moderne Finanzierungs- und Zivilprozesslandschaft. Sie hat weiterhin Bestand.
Den größten Einfluss hat sie in zwei Bereichen: bei der Finanzierung von Rechtsstreitigkeiten und bei der Abtretung von Klagegründen.
The Modern Doctrines of Champerty and Maintenance befasst sich vergleichend mit der Einstellung der Rechtsprechung zu Champerty und Unterhalt sowie mit einer Analyse von Studien zur Rechtsreform in diesem Bereich, sowohl in England als auch anderswo.