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The Afterlife of the 'Soviet Man': Rethinking Homo Sovieticus
Fast drei Jahrzehnte nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion stützen sich globale Medien und Intellektuelle heute häufiger denn je auf das Konzept des homo sovieticus, um die autoritären Missstände in Russland zu erklären.
Unter dem homo sovieticus - oder dem sowjetischen Menschen - versteht man einen doppeldenkenden, misstrauischen und ängstlichen Konformisten ohne Moral, mit einem angeborenen Gehorsam gegenüber Autoritäten und ohne öffentliche Forderungen; sie sind im Feuer der totalitären Bedingungen, in denen sie sich befinden, geschmiedet worden. Doch woher stammt dieses Konzept? Auf welchen analytischen und ideologischen Säulen steht er? Was steht bei der Verwendung dieses Begriffs heute auf dem Spiel? Das Nachleben des "Sowjetmenschen" geht auf all diese Fragen ein und erklärt sogar, warum dieser Begriff - zumindest in seiner heutigen Verwendung - gänzlich aufgegeben werden sollte.