Bewertung:

Das Buch „The New Empire“ von Walter LaFeber bietet eine umfassende Analyse der amerikanischen Expansionspolitik zwischen 1865 und 1898 und füllt damit eine bedeutende Lücke im historischen Wissen über diesen wichtigen Zeitraum. LaFeber argumentiert, dass wirtschaftliche Beweggründe und der durch die Industrialisierung bedingte Bedarf an neuen Märkten eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung der US-Außenpolitik spielten, insbesondere während der wirtschaftlichen Schwierigkeiten der 1890er Jahre.
Vorteile:Das Buch wird für seine gründliche Recherche, seine gute Lesbarkeit und seine Fähigkeit, wichtige historische Lücken in Bezug auf die US-Expansion zu schließen, gelobt. Es bietet eine solide Grundlage für das Verständnis der US-Außenpolitik im 19. Jahrhundert und stellt traditionelle Ansichten über den amerikanischen Expansionismus in Frage. Die Leser finden die Argumente über die wirtschaftlichen Beweggründe überzeugend und unerlässlich für das Verständnis von Amerikas Aufstieg zur Weltmacht.
Nachteile:In einigen Rezensionen wird darauf hingewiesen, dass das Buch zwar informativ ist, aber möglicherweise nicht die Brillanz aufweist, die man von renommierten Wissenschaftlern erwartet. Darüber hinaus wird kritisiert, dass bestimmte Themen nicht ausführlich genug behandelt werden, vor allem in Bezug auf das frühere Jahrzehnt der 1870er und 1880er Jahre, so dass mehr Details von Vorteil gewesen wären.
(basierend auf 6 Leserbewertungen)
The New Empire
Dieses klassische Werk des angesehenen Historikers Walter LaFeber präsentiert seine weithin einflussreiche These, dass wirtschaftliche Ursachen die primären Kräfte waren, die Amerika im neunzehnten Jahrhundert zur Weltmacht machten. Cornell University Press ist stolz darauf, diese Ausgabe zum fünfunddreißigsten Jahrestag herauszugeben, die ein neues Vorwort des Autors enthält: „In dieser mit dem Beveridge Award ausgezeichneten Studie untersucht Walter LaFeber ...
die scheinbar ruhige Oberfläche der amerikanischen Diplomatie des späten neunzehnten Jahrhunderts, die weder durch große Kriege noch durch wichtige politische Erklärungen beeinträchtigt wurde. Er stellt fest, dass diejenigen, die die amerikanische Diplomatie prägten, glaubten, dass expandierende Auslandsmärkte das Heilmittel für wiederkehrende Depressionen seien.... Indem er den wirtschaftlichen Druck auf die amerikanische Außenpolitik des späten neunzehnten Jahrhunderts gründlich dokumentiert, hat der Autor eine schattige Ecke der nationalen Erfahrung ausgeleuchtet....
Die Theorie, dass Amerika durch die Ereignisse in eine Position der Weltmacht gedrängt wurde, die es nie angestrebt hat und auf die es nicht vorbereitet war, muss nun neu überprüft werden. In Frage gestellt wird auch die These, dass die amerikanischen Politiker sich bei ihrer Orientierung auf den unsicheren Kompass des utopischen Idealismus verlassen haben."--American Historical Review.