Bewertung:

Das Buch bietet eine eingehende Analyse des japanischen Nachkriegsdiskurses über die Kriegserfahrungen des Landes und spiegelt dessen Auswirkungen auf die Identität des heutigen Japans und die internationalen Beziehungen wider. Einige Leser finden es jedoch wenig fesselnd und zu trocken, mit Ausnahme eines Kapitels über japanische Filme über die Atombombenabwürfe.
Vorteile:⬤ Bietet eine gründliche Geschichte des japanischen Diskurses der Nachkriegszeit
⬤ hilft, Japans Kriegserfahrungen und ihre Auswirkungen auf die heutige Identität zu verstehen
⬤ relevant für das Verständnis der Interaktionen mit China und den USA.
⬤ Von einigen Lesern als langweilig und trocken empfunden
⬤ es fehlt an fesselndem Inhalt
⬤ nur ein Kapitel (über japanische Filme über Atombombenabwürfe) wird als interessant bezeichnet.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
Victim as Hero: Ideologies of Peace and National Identity in Postwar Japan
Dies ist die erste systematische, historische Untersuchung über das Aufkommen des Opferbewusstseins (higaisha ishiki) als wesentlicher Bestandteil der japanischen pazifistischen nationalen Identität nach dem Zweiten Weltkrieg.
In seiner sorgfältig ausgearbeiteten Erzählung und Analyse zeigt der Autor, wie die japanischen Eliten der Nachkriegszeit und die amerikanischen Besatzungsbehörden zusammenarbeiteten, um die Parameter der Erinnerung an den Krieg zu strukturieren, einschließlich der Vorstellung, dass der Kaiser und sein Volk von den Militaristen verraten und betrogen worden waren. Er fährt fort, die japanische Abhängigkeit vom Opferbewusstsein zu erklären, indem er die "Ban-the-Bomb"-Bewegung Mitte der 1950er Jahre erörtert, die Hiroshima als Archetyp des Kriegsopfers in den Vordergrund rückte und die selektive Fokussierung auf die japanische Kriegsopferschaft bewirkte; die politischen Strategien dreier selbst definierter Kriegsopfergruppen (A-Bomben-Opfer, Repatriierte und enteignete Landbesitzer), um staatliche Entschädigung und damit eine Aufwertung ihrer Kriegsopfererfahrungen zu erreichen; drei klassische Antikriegsromane und -filme, die zur Herausbildung eines sentimentalen Humanismus beitrugen, der das kollektive japanische Gewissen bis heute stark prägt.