Bewertung:

Das Buch „The Sex Lives of Cannibals“ von J. Maarten Troost schildert die humorvollen und aufschlussreichen Erfahrungen des Autors auf der isolierten Insel Tarawa in Kiribati. Es ist eine Mischung aus Heiterkeit, kulturellen Beobachtungen und Herausforderungen, die sich aus den harten Lebensbedingungen und den lokalen Bräuchen ergeben. Trotz des irreführenden Titels, der etwas Sensationelles suggeriert, wird das Buch als unterhaltsamer Reisebericht, der einen realistischen Blick auf das Leben auf einer abgelegenen Pazifikinsel bietet, gut aufgenommen.
Vorteile:Das Buch zeichnet sich durch einen hervorragenden Schreibstil, humorvolle Anekdoten und eine fesselnde Erzählweise aus. Die Leser schätzen Troosts selbstironischen Humor, die unbeschwerte Herangehensweise an ernste Themen und die ehrliche Schilderung des täglichen Lebens auf einer abgelegenen Insel. Das Buch bietet Einblicke in eine einzigartige Kultur und ist gleichzeitig unterhaltsam und lehrreich, was es zu einer angenehmen und schnellen Lektüre macht.
Nachteile:Einige Leser empfanden den Titel und die Beschreibungen als irreführend und erwarteten mehr Inhalt in Bezug auf Kannibalismus und Sex, der jedoch nur minimal war. Dem Buch mangelt es gelegentlich an Tiefe bei der Erforschung lokaler Themen und es kann den Anschein erwecken, als würden ernste Themen wie Hygiene und Armut heruntergespielt. In einigen Rezensionen wurde die Unzufriedenheit mit der nicht chronologischen Struktur und dem überstürzten Ende erwähnt.
(basierend auf 381 Leserbewertungen)
The Sex Lives of Cannibals: Adrift in the Equatorial Pacific
Im Alter von sechsundzwanzig Jahren beschloss Maarten Troost, seine Flip-Flops einzupacken und nach Tarawa, einer abgelegenen Insel im Südpazifik in der Republik Kiribati, zu ziehen. Er hatte die Schlummertaste auf dem Wecker des Lebens gedrückt, indem er sich mit nutzlosen Hochschulabschlüssen und einer Reihe von Zeitarbeitsjobs durchschlug. Er war ruhelos und orientierungslos, und die Vorstellung, alles fallen zu lassen und ans Ende der Welt zu ziehen, war unwiderstehlich romantisch. Er hätte es besser wissen müssen.
The Sex Lives of Cannibals (Das Sexleben der Kannibalen) erzählt die urkomische Geschichte, was passiert, wenn Troost entdeckt, dass Tarawa nicht das Inselparadies ist, von dem er geträumt hat. Troost gerät in ein amüsantes Missgeschick nach dem anderen und kämpft sich durch unerbittliche, erdrückende Hitze, eine Vielzahl tödlicher Bakterien, verschmutzte Meere und giftige Fische - und das alles in einem Land, in dem die einzige Musik, die man meilenweit hört, "La Macarena" ist. Er und seine treue Freundin Sylvia verbringen die nächsten zwei Jahre damit, mit inkompetenten Regierungsbeamten, erschreckend großen Viechern, unregelmäßiger Elektrizität und einem Mangel an Nahrungsmitteln (einschließlich der großen Bierkrise) zu kämpfen und sich mit einer Reihe bizarrer lokaler Charaktere herumzuschlagen, darunter "Half-Dead Fred" und der selbsternannte Poet Laureate von Tarawa (ein britischer Trunkenbold, der noch nie in seinem Leben ein Gedicht geschrieben hat).
Mit The Sex Lives of Cannibals hat Maarten Troost einen der originellsten, brüllend komischen Reiseberichte der letzten Jahre abgeliefert - einen, bei dem man dankbar sein wird für Grundnahrungsmittel der amerikanischen Zivilisation wie Kaffee, regelmäßige Duschen und Boulevardnachrichten, und der das ultimative stellvertretende Abenteuer bietet.