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The Game of Conservation: International Treaties to Protect the World's Migratory Animals
The Game of Conservation ist eine brillant gestaltete und sehr lesenswerte Untersuchung des Naturschutzes in aller Welt.
Die Naturschutzverträge des zwanzigsten Jahrhunderts entstanden oft als Versuche, das Tempo des Tötens zu regulieren, und nicht als Versuche, den Lebensraum der Tiere zu schützen. Einige wurden durch bedeutende Durchbrüche in der Waffentechnik ausgelöst, wie die Erfindung des Elefantengewehrs und der Granatharpunen, aber die landwirtschaftliche Entwicklung war für das Schicksal wandernder Tierarten mindestens ebenso wichtig wie die Jagdbestimmungen. Die Verträge hatten viele Mängel, doch sie dienten auch dem Ziel der Erhaltung, indem sie wichtige Arten oft vor der völligen Ausrottung bewahrten und manchmal die Populationszahlen auf einem lebensfähigen Niveau hielten. Diesen Verträgen ist es zu verdanken, dass Afrika mit großen Nationalparks übersät ist, dass Nordamerika ein ausgedehntes Netz von Vogelschutzgebieten hat und dass es überhaupt noch Wale in den Ozeanen gibt. Alle diese Verträge sind auch heute noch in Kraft und haben weiterhin Einfluss auf die Naturschutzbemühungen rund um den Globus.
Anhand einer Vielzahl von Primär- und Sekundärquellen zeigt Mark Cioc, dass eine Handvoll Verträge - alle zum Schutz der kommerziell wichtigsten wandernden Arten der Welt - die Konturen des globalen Naturschutzes im letzten Jahrhundert maßgeblich geprägt haben. Die Bandbreite des Buches reicht von den afrikanischen Savannen über den Himmel Nordamerikas bis hin zu den eisigen Gewässern der Antarktis.