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The Obligated Self: Maternal Subjectivity and Jewish Thought
Mara H.
Benjamin vertritt die Ansicht, dass die physische und psychische Arbeit der Kinderbetreuung ein theologisch fruchtbares, aber weitgehend unerforschtes Terrain für Feministinnen darstellt. Der Umgang mit den ständigen, konkreten und dringenden Bedürfnissen von Kindern, so argumentiert sie, erfordert die Auseinandersetzung mit tiefgreifenden Fragen nach dem verantwortungsvollen Umgang mit Macht in ungleichen Beziehungen, dem transformativen Einfluss der Liebe, der menschlichen Zerbrechlichkeit und Verletzlichkeit und der Einbettung des Selbst in Beziehungen und Verpflichtungen.
Indem sie Kindererziehung als eine verkörperte Praxis betrachtet, lädt Benjamins theologische Reflexion zu einer tiefgreifenden Auseinandersetzung mit jüdischen Quellen vom Talmud bis zur modernen jüdischen Philosophie ein. Ihre zeitgenössische feministische Haltung schafft eine Konvergenz zwischen jüdischer theologischer Anthropologie und den Anforderungen der elterlichen Fürsorge.