Bewertung:

Das Buch „The Sign of the Gospel“ von Travis McMaken befasst sich mit Karl Barths umstrittener Haltung zur Kindertaufe und bietet eine umfassende Untersuchung des Themas aus historischer und theologischer Sicht. Er plädiert für ein postbarthianisches Verständnis der Taufe, wobei er die Verbindung zu Barths breiterem theologischen Rahmen aufrechterhält, insbesondere in Bezug auf Erwählung und Soteriologie.
Vorteile:Das Werk wird für seine gründliche Recherche, seine gut strukturierte Argumentation und seine praktischen Implikationen für die heutige Theologie gelobt. Es bietet eine detaillierte Analyse der historischen Perspektiven auf die Taufe, stellt eine effektive Verbindung zwischen Theologie und Schrift her und schlägt einen faszinierenden Ansatz für die Kindertaufe vor, der mit Barths späterer Theologie übereinstimmt. Darüber hinaus wird es als unverzichtbare Lektüre für diejenigen angesehen, die sich an ökumenischen Diskussionen über die Taufe beteiligen.
Nachteile:Der wissenschaftliche Charakter des Buches könnte Laienleser, die ein leichter zugängliches Verständnis suchen, abschrecken, da es sich manchmal wie eine These liest, die besser für diejenigen geeignet ist, die sich mit theologischen Konzepten auskennen. Einige Kritiker merken an, dass es bestimmten Argumenten, insbesondere in den hermeneutischen Abschnitten, an der Auseinandersetzung mit Barths Einsichten mangelt, was die Verständlichkeit von McMakens Analyse beeinträchtigen könnte.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
The Sign of the Gospel: Toward an Evangelical Doctrine of Infant Baptism After Karl Barth
Die Theologie der Sakramente ist einer der umstrittensten Bereiche in der Theologie Barths, und zwar keiner mehr als die Lehre von der Taufe.
Barths Vorschläge zur Taufe haben zu intensiven Gesprächen und Meinungsverschiedenheiten geführt, nicht nur über ihre Anwendung auf die protestantische und ökumenische Theologie, sondern sogar über ihre eigene Übereinstimmung mit Barths größerem dogmatischen Projekt. McMaken greift diese kontroverse Frage auf, ordnet sie in den richtigen Kontext innerhalb der Geschichte der Lehre und des systematischen Werks Barths ein und plädiert für eine konstruktive Wiedergewinnung der Kindertaufe, die mit Barths übergreifenden theologischen Anliegen und Einsichten übereinstimmt, insbesondere mit Barths reifen theologischen Verpflichtungen.
Im Mittelpunkt dieses Bandes steht die Behauptung, dass eine Neuausrichtung der Tauflehre eine neue Perspektive auf die Praxis der Kindertaufe auf der Grundlage von Barths Theologie eröffnet; diese neue Perspektive birgt auch das Potenzial für eine breite, ökumenische Anwendung als eine Form der Verkündigung des Evangeliums und eine wesentliche Dimension der missionarischen Berufung der Kirche. Ein beeindruckender Band für Wissenschaftler und Studenten der systematischen Theologie, der ökumenischen Studien und der Sakramententheologie.