Bewertung:

Das Buch „Das zweite Leben der Mirielle West“ erhielt überwiegend positive Kritiken für seine emotionale Tiefe, die Entwicklung der Charaktere und die aufschlussreiche Darstellung der Leprakolonie in den USA. Es verbindet auf effektive Weise historische Fakten mit einer fesselnden Erzählung, obwohl einige Leser den Anfang langsam und die Hauptfigur zunächst unsympathisch fanden.
Vorteile:⬤ Emotionale und fesselnde Geschichte mit Themen wie Liebe, Vergebung und persönliches Wachstum.
⬤ Gut recherchierter historischer Kontext über Lepra und ihre gesellschaftlichen Auswirkungen.
⬤ Starke Charakterentwicklung, insbesondere der Nebenfiguren.
⬤ Wunderschön geschrieben, mit lebendigen Beschreibungen und einer tiefen Verbindung zu den Figuren.
⬤ Regt zum Nachdenken über schwierige Themen wie soziale Stigmatisierung und persönliche Freiheiten an.
⬤ Langsamer Anfang, der es einigen Lesern schwer macht, sich auf das Buch einzulassen.
⬤ Die Hauptfigur ist anfangs unsympathisch, was die Empathie behindern kann.
⬤ Einige fanden das Tempo ungleichmäßig, besonders im Mittelteil des Buches.
⬤ Kann für manche Leser zu emotional oder deprimierend sein.
(basierend auf 852 Leserbewertungen)
The Second Life of Mirielle West: A Haunting Historical Novel Perfect for Book Clubs
In diesem nachdenklich stimmenden und einfühlsamen Roman, der von der wahren Geschichte eines Leprakrankenhauses in Louisiana inspiriert wurde, in dem Patienten zwangsweise unter Quarantäne gestellt wurden, erzählt die gefeierte Autorin Amanda Skenandore eine außerordentlich aktuelle Geschichte über Widerstandskraft, Hoffnung - und die letzte Frau, die erwartet hat, sich an einem solchen Ort wiederzufinden...
Los Angeles der 1920er Jahre: Die Tage von Mirielle West sind vollgepackt mit Einkäufen, Mittagessen und Vorbereitungen für die unzähligen glitzernden Partys, die sie mit ihrem Schauspieler-Ehemann Charlie besucht. Sie ist zu beschäftigt, um den kleinen blassen Hautfleck auf ihrem Handrücken zu bemerken. Abgesehen von gelegentlichem übermäßigem Genuss von Gin und Champagner, der ihr hilft, den Schmerz der jüngsten Tragödie zu betäuben, ist Mirielle das Bild einer gesunden Frau. Doch ihr Arzt besteht auf weiteren Tests, und Mirielle stimmt nur widerwillig zu.
Die Diagnose - Lepra - ist niederschmetternd und unvorstellbar. Um Charlie und ihre beiden kleinen Kinder zu schützen, ändert Mirielle ihren Namen und wird ins ländliche Louisiana verbannt, wo sie auf eine rasche Heilung hofft. Doch das Krankenhaus in Carville entpuppt sich eher als Gefängnis denn als Ort der Heilung. Die Zahl der Todesfälle übersteigt bei weitem die Zahl der Entlassungen, und viele Patienten sind schon seit Jahren krank. Einige sind schwer erkrankt, andere relativ unversehrt. Für alle ist das Stigma der Krankheit ebenso heimtückisch wie ihr körperlicher Fortschritt.
Zunächst hält Mirielle Abstand zu den anderen Bewohnern, weil sie ihre neue Realität nicht akzeptieren will. Nach und nach findet sie in Carville eine Gemeinschaft und eine Aufgabe, hilft den Krankenschwestern und Ärzten und sehnt sich nach ihrer Rückkehr nach Hause. Doch selbst dieser Wunsch ist mit Unsicherheiten behaftet. Wie kann sie die Kluft zwischen der Frau, Ehefrau und Mutter, die sie war, und der Fremden, die sie geworden ist, überbrücken? Und welchen Preis ist sie bereit zu zahlen, um die zu schützen, die sie liebt?