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Dayanita Singh: Book Building
Dies ist Dayanita Singhs Manifest für das Fotobuch, das sowohl eine kurze Geschichte als auch ein tiefes Eintauchen darstellt.
Ist es ein Buch, eine Ausstellung, ein Katalog zur Ausstellung? Wird es in Massenproduktion hergestellt? Ist es ein Unikat? Dayanita Singh (geb. 1961) ist eine Buchkünstlerin, die die Vorstellungskraft dessen, was ein Buch sein kann, ausdehnt und die Grenzen zwischen Verlagswesen und Kunst überschreitet. Book Building zeichnet die Reise von Singhs Büchern nach, vom ersten, Zakir Hussain (1986), bis zu ihrem neuesten, Zakir Hussain Maquette (2019), und zeigt das Spektrum ihres Buchbauprozesses von der Idee bis zum materiellen Objekt, und wie sie diese erfindungsreich in der Kunstwelt und darüber hinaus in Umlauf bringt.
Ausgehend von den Büchern, die sie mit Steidl gemacht hat, werden wir Zeuge der Transformation von Büchern in Buchobjekte, die neue Interpretationsräume eröffnen: Museum of Chance (2014) beispielsweise wurde erst zum Buchobjekt, dann zum Diptychon, zum Bücherschrank, zum Koffermuseum und zum Büchermuseum, bevor es schließlich zum laufenden Museum in Singhs Museum Bhavan (2017) wurde. Book Building dokumentiert Singhs 13 Bücher in Bildern und kurzen Texten, zusammen mit mehreren DIYs, die Singh erstellt hat, mit detaillierten Anleitungen, wie man ihre Bücher als Ausstellungen präsentiert - und uns zu Kuratoren macht - sowie verschiedenen performativen Interventionen, von Bücherwagen und Happenings bis hin zu Installationen und Touren. Im Zentrum von Book Building steht der kollaborative Prozess, den Dayanita Singh und Gerhard Steidl seit über 20 Jahren etabliert haben: die Überzeugung, dass ein Buch immer im Werden ist.