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Decolonizing Literature: An Introduction
Die jüngsten Bemühungen, den an den Universitäten gelehrten Literaturkanon zu diversifizieren und zu dezentrieren, waren einigermaßen erfolgreich. Doch diese Erweiterung unserer Leselisten ist nur der Anfang einer umfassenderen Dekolonisierung der Literaturwissenschaft als Disziplin - es gibt noch viel zu tun.
Wie können sich Studierende und Lehrende am besten an diesem dringenden intellektuellen und politischen Projekt beteiligen? Anna Bernard vertritt die Ansicht, dass die Entkolonialisierung der Literaturwissenschaft nicht nur eine Veränderung dessen erfordert, was, sondern auch wie wir lesen. In lebendiger Prosa untersucht sie die bereits geleistete Arbeit, sowohl innerhalb als auch außerhalb der Akademie, und fordert die Leser auf, darüber nachzudenken, wie es weitergehen soll. Sie schlägt Wege vor, die politische Arbeit, die Texte leisten, zu erkennen und darauf zu reagieren, indem sie Fragen der Sprache und der Übersetzung, des vergleichenden Lesens, der ideologischen Argumentation und des Genres im Zusammenhang mit der Geschichte des antikolonialen Kampfes betrachtet.
Vor allem aber zeigt Bernard, dass die Entkolonialisierung der Literaturwissenschaft bereits im Gange ist, auch wenn wir noch einen weiten Weg vor uns haben. Decolonizing Literature ist ein unverzichtbares Werk für alle, die sich mit der Entwicklung und der Zukunft des Fachs beschäftigen.