
Rhetorics of Belonging: Nation, Narration, and Israel/Palestine
Die Krise in Israel/Palästina ist seit langem der weltweit sichtbarste militärische Konflikt. Dennoch ist das kulturelle und intellektuelle Leben der Region den meisten ausländischen Beobachtern so gut wie unbekannt, was bedeutet, dass literarische Texte, die im Ausland in Umlauf kommen, eher als historische Dokumente denn als ästhetische Artefakte rezipiert werden.
Rhetorik der Zugehörigkeit untersucht die verschiedenen Arten, wie palästinensische und israelische Schriftsteller auf die Erwartung reagiert haben, die Nation zu erzählen, und regt kritische Debatten über den politischen und künstlerischen Wert der nationalen Narration als Lese- und Schreibpraxis an. Das Buch berücksichtigt Autoren, deren Werk selten gemeinsam diskutiert wird, und bietet neue Lesarten der Werke von Edward Said, Amos Oz, Mourid Barghouti, Orly Castel-Bloom, Sahar Khalifeh und Anton Shammas. Dieses Buch trägt dazu bei, die Kategorie der Nation in der zeitgenössischen Literaturkritik wieder zu etablieren, indem es sich mit einem Kontext befasst, in dem die Idee der Nation ein so zentraler Bestandteil der Alltagserfahrung ist, dass die Schriftsteller nicht umhin können, sich mit ihr zu befassen, und die Leser nicht umhin können, sie zu lesen.
Es weist auch einen Weg zu einer relationalen Literaturgeschichte Israels/Palästinas, die das palästinensische und israelische Schreiben in den Kontext einer Geschichte antagonistischer Interaktion stellt. Die Ergebnisse des Buches sind nicht nur für Wissenschaftler relevant, die sich mit postkolonialen Studien und Studien zu Israel/Palästina beschäftigen, sondern für jeden, der sich für die schwierigen und unvorhersehbaren Überschneidungen von Literatur und Politik interessiert.