Bewertung:

Das Buch bietet eine leicht zugängliche und unterhaltsame Einführung in die postkoloniale Theologie und stellt sie als notwendige Ressource für die Neudefinition des christlichen Glaubens im Lichte des kolonialen Erbes dar. Es fordert die Leserinnen und Leser, insbesondere mit evangelikalem Hintergrund, dazu auf, traditionelle theologische Kategorien zu überdenken, und regt gleichzeitig zu weiteren Untersuchungen in einem Kontext an, der eng mit spirituellen Überzeugungen verwoben ist. Einige Kritikpunkte betreffen jedoch die breite Behandlung der christlichen Geschichte und vermeintliche politische Vorurteile.
Vorteile:⬤ Strukturiert wie ein Gespräch, was es zugänglich und fesselnd macht.
⬤ Bietet einen Crashkurs in Dekolonisierung mit vielen zusätzlichen Texten, die zur weiteren Lektüre empfohlen werden.
⬤ Stellt bestehende theologische Annahmen in Frage, insbesondere für evangelikale Leser.
⬤ Präsentiert eine erfrischende Perspektive, die die politische Verstrickung des westlichen Christentums aufhebt.
⬤ Bietet ein Modell, wie der Frieden Jesu aus einer indigenen Perspektive gelebt werden kann.
⬤ Hinterlässt mehr Fragen als Antworten, insbesondere in Bezug auf die Nuancen der christlichen Theologie.
⬤ Kann die Geschichte des Christentums zu breit darstellen und es fehlt an Tiefe in den Diskussionen über spezifische theologische Debatten.
⬤ Einige Leser empfinden das Buch als zu politisch und werfen ihm vor, links zu sein und gegen Weiße zu sein.
(basierend auf 7 Leserbewertungen)
Decolonizing Evangelicalism
Das zunehmende Interesse an postkolonialen Theologien hat in den letzten Jahrzehnten innerhalb und außerhalb der akademischen Welt eine lebhafte Diskussion ausgelöst und viele "Standardtheologien" auf den Kopf gestellt.
Dieses Buch führt Seminarstudenten, Leiter von Diensten und andere in Schlüsselaspekte, vorherrschende Mentalitäten und einige wichtige Persönlichkeiten ein, die es zu berücksichtigen gilt, wenn man postkoloniale Theologien verstehen will. Woodley und Sanders bieten eine einzigartige Kombination aus indigener Theologie und anderen akademischen Theorien, um den Lesern den Weg Jesu zu weisen.
Decolonizing Evangelicalism ist ein Ausgangspunkt für diejenigen, die hoffen, das Gespräch zu verändern und zu sehen, dass die Welt auf eine andere Weise gelebt werden könnte.