Bewertung:

Das Buch „Indigene Theologie und die westliche Weltanschauung“ von Dr. Randy Woodley ist eine fesselnde Erkundung der Überschneidungen zwischen indigenen Werten, Ökologie und christlichem Glauben. Es besteht aus drei Vorträgen und anschließenden Interviews und regt zum Nachdenken über die Geschichte des Christentums an, insbesondere in Bezug auf indigene Völker. Die Leser empfanden es als transformativ, aufschlussreich und als eine notwendige Herausforderung für die traditionellen westlichen theologischen Perspektiven.
Vorteile:Das Buch ist gut geschrieben, fesselnd und regt zum Nachdenken an und bietet einen einzigartigen erzählerischen Zugang zur Theologie. Es enthält Weisheiten aus indigener Sicht und wird als erhellend und zugänglich empfunden. Viele Leser schätzten die Gründlichkeit des Buches und waren der Meinung, dass es wichtige Kritiken an westlichen, kolonialen Weltanschauungen enthält. Die Integration von Fragen und Antworten trug zur Klärung und Vertiefung von Schlüsselkonzepten bei und machte das Buch zu einer reichhaltigen Quelle für das Verständnis indigener Theologie.
Nachteile:Einige Leser äußerten den Wunsch, das Buch möge länger sein, da sie den Inhalt als unzureichend empfanden. Darüber hinaus ist der herausfordernde Charakter des Materials möglicherweise nicht für diejenigen geeignet, die stark in den vorherrschenden westlichen theologischen Rahmen eingebunden sind, da es tief verwurzelte Überzeugungen konfrontieren könnte.
(basierend auf 7 Leserbewertungen)
Indigenous Theology and the Western Worldview
Dieser Band eines Cherokee-Lehrers, ehemaligen Pastors, Missionswissenschaftlers und Historikers bringt die indigene Theologie ins Gespräch mit westlichen Ansätzen in Geschichte und Theologie.
In einem zugänglichen, unterhaltsamen Stil geschrieben, der zahlreiche Geschichten und Fragen einbezieht, legt dieses Buch die Schwächen einer westlichen Weltanschauung durch eine persönliche Auseinandersetzung mit indigener Theologie offen. Randy Woodley kritisiert die Weltanschauung, die der nordamerikanischen Kirche zugrunde liegt, indem er Annahmen über die frühe nordamerikanische Geschichte und Zivilisation demontiert, eine vergleichende Analyse der Weltanschauungen bietet und einen dekolonisierten Ansatz für die christliche Theologie aufzeigt.
Woodley erklärt, dass sich die westliche Theologie auf ein bestimmtes Gottesbild festgelegt hat und diese grundlegende Sichtweise seit Hunderten von Jahren aufrechterhält, während die indigene Theologie von einer völlig anderen DNA ausgeht. Anstatt mit der von Gott geschaffenen Menschheit zu beginnen, beginnt sie mit dem von Gott geschaffenen Ort. Anstatt den Individualismus zu betonen, betont sie eine Körperlichkeit, die die gesamte Schöpfungsgemeinschaft umfasst. Und anstatt von der nächsten Welt zu sprechen, geht es um die Greifbarkeit unserer gelebten Erfahrungen in dieser Welt. Das Buch ermutigt die Leser, die vielen problematischen Aspekte der westlichen Weltanschauung abzulehnen und zu einer Weltanschauung überzugehen, die sowohl den indigenen Traditionen als auch Jesus näher steht.