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Democracy, Populism, and Neoliberalism in Ukraine: On the Fringes of the Virtual and the Real
Dieses Buch untersucht die Gründe für den unerwarteten Aufstieg des ukrainischen Präsidenten Volodymyr Zelensky, eines ehemaligen Komikers ohne politischen Hintergrund, und bietet eine eingehende Analyse der populistischen Botschaften, die er dem ukrainischen Volk über seine Fernsehshow vermittelte.
Der Autor verfolgt einen diskursanalytischen Ansatz und stützt sich dabei auf zwei Hauptargumente der kritischen Wissenschaft: Die "populistische Explosion" des letzten Jahrzehnts war eine Reaktion auf die Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten der globalen neoliberalen Ordnung, und der Erfolg des Neoliberalismus lässt sich durch seine Fähigkeit erklären, sich unter einem attraktiven progressiven Deckmantel zu verbergen. Indem das Buch diese Argumentationslinien weiterentwickelt, zeigt es nicht nur, wie die "populistische Explosion" zu einer weiteren Neoliberalisierung führen kann, sondern auch, dass der beschönigende Effekt durch die Vermischung von Virtuellem und Realem erreicht werden kann, wie im Fall von Zelensky.
Diese erste Studie ihrer Art wird sich an alle Wissenschaftler und Studenten wenden, die sich mit Populismus, Neoliberalismus, politischer Kommunikation, Medienwissenschaft, Politikwissenschaft, Europastudien, Ukrainistik und Diskursanalyse beschäftigen.