Bewertung:

Das Buch untersucht die demokratischen Bewegungen im Iran und in Ägypten und analysiert die gegensätzlichen Erfahrungen der beiden Länder in Bezug auf den Islam. Es bietet Einblicke für diejenigen, die mit den Themen nicht vertraut sind, und geht gleichzeitig auf tiefere Fragen zum Verhältnis zwischen Islam und Autoritarismus ein.
Vorteile:Das Buch ist gut recherchiert und auch für Anfänger zugänglich; es bietet eine vergleichende Studie über den Iran und Ägypten, wobei der Schwerpunkt auf deren demokratischen Bewegungen liegt. Es ist fesselnd und schnell zu lesen, was es für ein breites Publikum geeignet macht. Die umfangreichen Erfahrungen des Autors in beiden Ländern bereichern die Darstellung.
Nachteile:Die Berichterstattung beschränkt sich auf nur zwei Länder, was manche Leser als unzureichend empfinden könnten. Der Schreibstil wird als trocken und möglicherweise eher für ein akademisches Publikum geeignet beschrieben, was das Leseerlebnis für einige beeinträchtigen könnte.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
Making Islam Democratic: Social Movements and the Post-Islamist Turn
Die Frage, ob der Islam mit der Demokratie vereinbar ist, wird immer häufiger gestellt, ist aber letztlich eine falsche Frage. In diesem Buch vertritt Asef Bayat die Auffassung, dass demokratische Ideale weniger mit dem Wesen einer Religion zu tun haben als vielmehr mit der Art und Weise, wie sie praktiziert wird. Er bietet einen neuen Ansatz für Islam und Demokratie und zeigt auf, wie die sozialen Kämpfe von Studentenorganisationen, Jugend- und Frauengruppen, der Intelligenz und anderen sozialen Bewegungen den Islam demokratisch machen können.
Making Islam Democratic untersucht im Detail jene sozialen Bewegungen, die die Religion genutzt haben, um einen sozialen und politischen Wandel herbeizuführen, entweder um eine autoritäre Herrschaft zu legitimieren oder um im Gegensatz dazu einen inklusiven Glauben aufzubauen, der ein demokratisches Gemeinwesen umfasst. Es bietet eine neue Analyse der islamischen Revolution im Iran von 1979 - wie sie sich zu der allgegenwärtigen, post-islamistischen Reformbewegung des frühen 21. Jahrhunderts entwickelt hat und wie sie sich von der religiösen "passiven Revolution" in Ägypten unterscheidet. ".
Bayat konzentriert sich auf die Ereignisse von der iranischen Revolution bis zum heutigen Tag und vergleicht Islamismus, Post-Islamismus und aktive religiöse Ausdrucksformen in der gesamten Region, um die höchst umstrittene Beziehung zwischen Religion, Politik und Alltag im Nahen Osten zu untersuchen. Sein Buch liefert ein wichtiges Verständnis für die große Angst unserer Zeit - den globalen Marsch der "muslimischen Wut" - und bietet ein hoffnungsvolles Bild eines demokratischen Nahen Ostens.