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Revolution Without Revolutionaries: Making Sense of the Arab Spring
Die revolutionäre Welle, die 2011 über den Nahen Osten hinwegfegte, war durch eine spektakuläre Mobilisierung gekennzeichnet und breitete sich mit außerordentlicher Geschwindigkeit innerhalb und zwischen den Ländern aus. Mehrere Jahre später hat sie jedoch nur begrenzte Verschiebungen in den Machtstrukturen bewirkt und einen Großteil der alten politischen und sozialen Ordnung intakt gelassen.
In diesem Buch untersucht der renommierte Autor Asef Bayat, dessen Buch Life as Politics den Arabischen Frühling vorweggenommen hat, warum es dazu kam und was diese Aufstände von den vorangegangenen unterscheidet. Revolution ohne Revolutionäre ist sowohl eine Geschichte des Arabischen Frühlings als auch eine Geschichte der Revolution im Allgemeinen. Indem er die Aufstände von 2011 mit den Revolutionen der 1970er Jahre, insbesondere der iranischen Revolution, vergleicht, zeigt Bayat eine tiefgreifende globale Veränderung in der Art des Protests auf: Während sich die Akzeptanz der neoliberalen Politik verbreitet hat, sind die radikalen revolutionären Impulse zurückgegangen.
Die Protestierenden fordern eher Reformen als grundlegende Veränderungen. Indem er die Konturen nachzeichnet und die Bedeutung der Aufstände von 2011 beleuchtet, liefert Bayat uns das Buch, das wir brauchen, um unsere Welt nach dem Arabischen Frühling zu erklären und zu verstehen.