Bewertung:

Das Buch „The Eagle in the Mirror“ von Jesse Fink befasst sich mit dem Leben von Dick Ellis, einem Meisterspion, dessen Loyalität zu den Alliierten im Zweiten Weltkrieg in Frage gestellt wird. Die Erzählung verbindet Elemente der Biografie, der historischen Analyse und der Ermittlungsarbeit und schafft so ein faszinierendes Porträt des Themas, das gleichzeitig Fragen über die undurchsichtigen Loyalitäten in der Welt der Spionage aufwirft.
Vorteile:Das Buch wird für seine gründliche Recherche und seine gut geschriebene Erzählung gelobt. Die Leser schätzen die fesselnde Darstellung des Spionagelebens und die wirkungsvolle Art und Weise, wie der Autor komplexe Themen wie Verrat und Loyalität präsentiert. Viele finden das Buch fesselnd und informativ, was es zu einer fesselnden Lektüre für alle macht, die sich für Spionage und Geschichte interessieren.
Nachteile:Einige Leser finden die Struktur unzusammenhängend und überwältigend und haben das Gefühl, dass es sich eher wie ein juristischer Schriftsatz als eine geradlinige Biografie liest. Einige Rezensenten äußern sich frustriert über das Fehlen endgültiger Antworten zu Ellis' Loyalität, während andere anmerken, dass die Menge der präsentierten Informationen für diejenigen, die mit dem Thema nicht vertraut sind, entmutigend sein kann.
(basierend auf 10 Leserbewertungen)
The Eagle in the Mirror
The Eagle in the Mirror (Der Adler im Spiegel) ist teils Biografie, teils forensisches Puzzle, teils detektivische Untersuchung eines ungelösten Falles. Es ist die erstaunliche, noch nicht erzählte Geschichte von Charles Howard "Dick" Ellis, dem in Australien geborenen britischen Geheimdienstoffizier und Meisterspion, der von einigen Spionageexperten als der Verräter des Jahrhunderts bezeichnet wird.
Ellis, der dienstälteste Spion des Secret Intelligence Service (MI6), kam zu Beginn des Zweiten Weltkriegs als Stellvertreter von William Stephenson bei der British Security Coordination (BSC) nach New York und half William Donovan beim Aufbau des Office of Strategic Services (OSS), aus dem sich schließlich die Central Intelligence Agency (CIA) entwickeln sollte. Zu einem bestimmten Zeitpunkt in den 1940er Jahren galt er als einer der drei wichtigsten Geheimagenten des MI6, der dessen Aktivitäten "für die halbe Welt" kontrollierte.
Ellis erhielt angeblich eine Vorwarnung vor dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor und leitete diese Warnung über Stephenson an Präsident Franklin D. Roosevelt weiter. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Ellis von Präsident Harry S. Truman mit der Verdienstmedaille der Legion ausgezeichnet.
Doch in den 1980er Jahren beschuldigten der Spionage-Autor Chapman Pincher und der pensionierte Geheimdienstoffizier Peter Wright Ellis posthum, als "Dreifachagent" für Nazi-Deutschland und die Sowjetunion tätig gewesen zu sein.
Ellis hatte 1965 bei einem Verhör in London angeblich ein Geständnis abgelegt, dass er vor dem Krieg Informationen an die Nazis geliefert hatte. Das Ausmaß von Ellis' angeblichem Verrat wurde als noch schlimmer angesehen als das des berüchtigten britischen Verräters und Doppelagenten Kim Philby, der 1963 zur Sowjetunion übergelaufen war.
Die Anschuldigungen von Pincher und Wright gegen Ellis konnten jedoch nie umfassend bewiesen werden. War Ellis schuldig oder wurde ihm ein Unschuldiger angehängt? Hat er den Kopf für jemand anderen hingehalten? Oder waren die Geheimdienste der Vereinigten Staaten, des Vereinigten Königreichs und Australiens auf fatale Weise durch einen "Super-Mole" kompromittiert worden?
Der internationale Bestsellerautor Jesse Fink entwirrt in dieser längst überfälligen Biografie des unbekannten Dick Ellis, einer der bedeutendsten Persönlichkeiten der modernen Geschichte, einen fesselnden internationalen Krimi aus dem wahren Leben.