
The African Liberation Struggle: Reflections
Im Mittelpunkt dieses Werkes steht der Befreiungskampf in den Ländern des südlichen Afrikas von den 1960er bis zu den 1990er Jahren zur Beendigung der weißen Minderheitenherrschaft. Der Autor schreibt aus persönlicher Erfahrung.
Als im Mai 1963 in Addis Abeba (Äthiopien) die Organisation für Afrikanische Einheit (OAU) gegründet wurde, wählte man Tanganjika (heute Tansania) als Sitz des OAU-Befreiungsausschusses. Alle afrikanischen Befreiungsbewegungen eröffneten daraufhin ihre Büros in Tansanias Hauptstadt Dar es Salaam. Auch viele Flüchtlinge, die vor der Unterdrückung in den Ländern des südlichen Afrikas flohen, ließen sich in Tansania nieder.
Der Autor war Anfang der siebziger Jahre als junger Nachrichtenreporter in Dar es Salaam tätig und hatte Gelegenheit, einige der dort ansässigen Freiheitskämpfer und ihre Führer kennen zu lernen. Er hat auch einige von ihnen interviewt und hat seiner Arbeit eine zusätzliche Perspektive verliehen, da er eine Primärquelle für einige der in seinem Buch enthaltenen Materialien ist.
Es war eine der wichtigsten Perioden in der Geschichte des postkolonialen Afrika. Bis 1968 hatten die meisten Länder des Kontinents ihre Unabhängigkeit erlangt.
Am härtesten war der Kampf in den wenigen Hochburgen der weißen Minderheitsherrschaft im südlichen Teil des Kontinents und in der portugiesischen Kolonie Guinea-Bissau/Kap Verde in Westafrika, der schließlich mit einem Sieg endete. Wie Präsident Nyerere einmal sagte: „Im Laufe der Geschichte hatten nationalistische Kämpfe immer nur ein Ziel: den Sieg.“.