Bewertung:

Das Buch untersucht die Dynamik des kreativen Ausdrucks innerhalb der tschechoslowakischen „Volksarmee“ während des repressiven kommunistischen Regimes in den 1950er Jahren und konzentriert sich auf die Entwicklung eines Filmstudios, das als Ort des visuellen Experiments und der kulturellen Produktion diente.
Vorteile:Das Buch bietet eine antikonformistische und progressive Perspektive auf das Schaffen in der Diktatur, liefert wertvolle Einblicke in die Kulturgeschichte sozialistischer Regime und trägt zum Verständnis von militärischen Institutionen und Kultur bei.
Nachteile:In den Rezensionen wurden keine spezifischen Nachteile genannt.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
Army Film and the Avant Garde: Cinema and Experiment in the Czechoslovak Military
Während des Prager Frühlings 1968 und der darauf folgenden sowjetischen Invasion und Besatzung war das tschechoslowakische Studio Army Film für einige der politisch subversivsten und ästhetisch innovativsten Filme der damaligen Zeit verantwortlich. Obwohl das Studio in erster Linie als Produzent von Propaganda- und Schulungsfilmen in Erinnerung geblieben ist, begannen einige namhafte Regisseure der Neuen Welle dort ihre Karriere und schufen Filme, die die Geschichte dieser Bewegung erheblich bereichern.
Alice Lovejoy untersucht die institutionellen und staatlichen Wurzeln des tschechoslowakischen Kinos der Nachkriegszeit und liefert Belege für die Verbindung zwischen dem Armeefilmstudio und dem tschechoslowakischen Kunstkino. Indem sie die einzigartigen institutionellen Dimensionen und die Produktionskultur des Studios nachzeichnet, erkundet Lovejoy die Art und Weise, wie die "militärische Avantgarde" in einen Dialog mit einer Reihe von globalen Filmpraktiken und -kulturen trat.
(Die gedruckte Version des Buches enthält eine DVD mit 16 Kurzfilmen, die vom tschechoslowakischen Verteidigungsministerium produziert wurden. Die zusätzlichen Mediendateien sind auf dem eBook nicht verfügbar. )