Bewertung:

Das Buch bietet einen umfassenden Überblick über Julius Nyereres Bemühungen um die Errichtung eines friedlichen und demokratischen Tansanias und beleuchtet die Herausforderungen der postkolonialen Zeit.
Vorteile:Die prägnante und gründliche Analyse, die aufschlussreiche Datenerhebung, enthüllt sowohl vorhersehbare als auch überraschende Wahrheiten über Nyereres Führungsstil und die Entwicklung Tansanias zu einer unparteiischen politischen Kultur.
Nachteile:In der Rezension nicht erwähnt.
(basierend auf 1 Leserbewertungen)
Building a Peaceful Nation: Julius Nyerere and the Establishment of Sovereignty in Tanzania, 1960-1964
In den frühen 1960er Jahren gelang es nationalistischen Politikern, in Tansania trotz äußerer Bedrohungen und innerer Unruhen eine stabile Regierung aufzubauen. Der Band von Paul Bjerk zeichnet diese Geschichte nach und untersucht die Politik des ersten Präsidenten des Landes, Julius Nyerere. Nyerere, einer der großen Führer des modernen Afrikas, vereinte die verschiedenen Völker, die Bürger der neuen Nation wurden, und verhandelte die turbulente Politik des Kalten Krieges. In einer Zeit, in der viele postkoloniale Länder einer korrupten Diktatur oder einem Bürgerkrieg erlagen, strebte Nyerere eine prinzipientreue Regierung an. Indem er schwierige Entscheidungen zwischen demokratischer und autokratischer Herrschaft traf, ging Nyerere kreativ mit den destabilisierenden Kräften der Entkolonialisierung um.
Anhand umfangreicher Archivrecherchen und Interviews mit zahlreichen Beteiligten an dieser Geschichte richtet Bjerk unser Verständnis für die Gründungsjahre der tansanischen Unabhängigkeit neu aus. Diese Studie bietet ein neues Paradigma für das Verständnis der Geschichte der postkolonialen Nationen, die in einer durch Souveränität definierten globalen Nachkriegsordnung unabhängig wurden.
Paul Bjerk ist außerordentlicher Professor für Geschichte an der Texas Tech University.