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The War of the Bavarian Succession 1778-1779: Prussian Military Power in Decline?
Aufgrund ihrer Erfolge gegen Österreich in den ersten beiden Schlesischen Kriegen und im Siebenjährigen Krieg gilt die preußische Armee in der Mitte des achtzehnten Jahrhunderts als die beste Europas. Doch ein halbes Jahrhundert später wurden die einst mächtigen Truppen Friedrichs des Großen auf den Feldern von Jena und Auerstedt vernichtend geschlagen. Der kurze Bayerische Erbfolgekrieg (1778-1779), der letzte Krieg Friedrichs des Großen, wird häufig als erste Etappe des raschen Niedergangs der preußischen Streitkräfte des Ancien Régime betrachtet.
Die vorliegende Studie wirft jedoch einen neuen Blick auf diesen Konflikt. Sie analysiert kritisch die Stärken und Grenzen der friderizianischen Kriegsmaschinerie, bevor sie diesen vergessenen Krieg schildert, der von den Zeitgenossen wegen seines Mangels an Schlachten als „Kartoffelkrieg“ verspottet wurde, da die Soldaten mehr mit der Beschaffung von Lebensmitteln als mit dem Kampf gegen den Feind beschäftigt waren. Der Krieg offenbarte zwar die Schwächen des preußischen Militärsystems, doch war es für Friedrich nicht notwendig, Schlachten und Feldzüge zu gewinnen, solange er seine politischen Ziele erreichen konnte.
Diese neue Studie wird unsere Sicht auf die preußische militärische Effizienz im späten achtzehnten Jahrhundert verändern.