Bewertung:

Insgesamt wird das Buch wegen seiner Einblicke in die Ethnographie und die qualitativen Methoden gut aufgenommen, und die Leser schätzen seine Zugänglichkeit und die Tiefe der bereitgestellten Informationen. Es ist besonders für diejenigen zu empfehlen, die eher ein allgemeines Verständnis als ein Spezialwissen suchen.
Vorteile:Zeitnahe Lieferung, starke qualitative Einblicke, zugänglich für Nicht-Fachleute, angenehmes Leseerlebnis.
Nachteile:Möglicherweise nicht geeignet für Spezialisten oder diejenigen, die tiefgehende technische Informationen suchen.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
The Professional Stranger: An Informal Introduction to Ethnography
Diese Neuauflage eines klassischen Einführungstextes beginnt mit einem ausführlichen Kapitel, das die Ethnographie auf den neuesten Stand bringt und sie auf das nächste Jahrhundert ausrichtet. In einer Zeit, in der zahlreiche Disziplinen, Organisationen und Gemeinschaften die Ethnographie für sich entdecken, zeigt Agar, wie die Grundlagen Bestand haben, auch wenn sie sich an eine Welt anpassen, die bei der Entwicklung der Forschungsperspektive vor mehr als 100 Jahren noch unvorstellbar war.
Heutige Diskussionen über Ethnographie sind voller Entscheidungen, in erster Linie Entweder-oder-Optionen. So wie die erste Ausgabe die Kluft zwischen qualitativ und quantitativ überschritt, integriert die neue Ausgabe klassische wissenschaftliche Begriffe mit neuen Konzepten wie Erzählung und Interpretation. Agar aktualisiert den Kontrast zwischen der Ausbildung des Forschers durch sachkundige Informanten und dem hypothesenprüfenden Modus, der in den Sozialwissenschaften immer noch vorherrscht, und zeigt gleichzeitig die Komplementarität der beiden auf.
Ausgehend von seinen eigenen Forschungserfahrungen veranschaulicht er die Phasen des ethnografischen Prozesses von den Anfängen über die Herausbildung eines Schwerpunkts bis hin zur anschließenden Formalisierung von Methoden und Analysen. Dabei veranschaulicht er verschiedene Ansätze, die darauf abzielen, die widersprüchlichen Anforderungen des wissenschaftlichen Prozesses und des menschlichen Verhaltens in Einklang zu bringen. Er analysiert die Veränderungen der ethnographischen Studien in den letzten fünfzehn Jahren.
Er skizziert den Konflikt zwischen Wissenschaft und Interpretation. Er stellt die Politik der Ethnographie vor, sowohl persönlich als auch global. Er beschreibt die "neue" teilnehmende Beobachtung.
Er beleuchtet die Ethnologik. Es enthält Methoden für das Nicht-Positive.