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The Education Myth: How Human Capital Trumped Social Democracy
Der Bildungsmythos stellt die Vorstellung in Frage, dass Bildung der beste, wenn nicht sogar der einzige Weg für Amerikaner ist, um Zugang zu wirtschaftlichen Chancen zu erhalten. Wie Jon Shelton zeigt, war die Verknüpfung von Bildung und wirtschaftlichem Wohlstand politisch nicht zwangsläufig.
Im achtzehnten und neunzehnten Jahrhundert beispielsweise wurde die öffentliche Bildung als Möglichkeit propagiert, den Bürgern zu helfen, die Teilnahme an einer Demokratie zu erlernen. In den 1930er Jahren bildete das öffentliche Bildungswesen zusammen mit Gewerkschaftsrechten und sozialer Sicherheit einen wichtigen Bestandteil eines breit angelegten Kampfes für die soziale Demokratie. Shelton zeigt, dass die politische Macht des Bildungsmythos ab den 1960er Jahren mächtige sozialdemokratische Alternativen wie A.
Philip Randolph und Bayard Rustins Freedom Budget abwürgte. In der politischen Mitte der Nation fehlten realistische Ideen, um der Mehrheit der Amerikaner, insbesondere denjenigen ohne Hochschulabschluss, wirtschaftliche Sicherheit und soziale Würde zu garantieren.
Zunächst von Demokraten wie Lyndon Johnson, Jimmy Carter und Bill Clinton unterstützt, wurde der Bildungsmythos auch von Republikanern wie George W. Bush vorangetrieben.
Das Ergebnis war in den letzten vier Jahrzehnten eine zutiefst ungleiche Wirtschaft und ein drastisch gespaltenes politisches System.