
The Philosopher's English King: Shakespeare's Henriad as Political Philosophy
Dieses Buch über Shakespeares Henriad untersucht die Tetralogie als ein Werk des politischen Denkens. Leon Harold Craig, Autor zweier früherer Bände über Shakespeares politisches Denken, vertritt die Ansicht, dass die vier Stücke Shakespeares Lehre zum Problem der Legitimität, d.
h. der Frage, wer das Recht hat zu herrschen, darstellen - eine der ewigen Fragen der politischen Philosophie. Craig bietet originelle Interpretationen zu jedem der Stücke und erörtert den Untergang des göttlichen Rechts in Richard II, den politischen Umbruch und die umstrittene Herrschaft in Heinrich IV, Teil 1 und 2, sowie den Versuch, die Legitimität auf einer neuen Grundlage in Heinrich V wiederherzustellen.
Während er sich besonders auf die verschiedenen Interpretationsrätsel der Stücke konzentriert, zeigt Craig, wie die vier Stücke eine einzige Erzählung bilden, die in der Herrschaft von Englands berühmtestem Kriegerkönig, Heinrich V, gipfelt, dessen brillante Errungenschaften vom Unglück zunichte gemacht wurden. Craig schließt mit einem Epilog darüber, was hätte sein können, wenn Heinrich gelebt hätte, um seine Eroberung Frankreichs zu konsolidieren und es mit England unter einer einzigen Krone zu vereinen.
The Philosopher's English King ist ein wichtiger Beitrag zur aufkeimenden Forschung über Shakespeare als politischem Denker und liefert weitere Beweise dafür, warum der Dichter es verdient, als eigenständiger Philosoph anerkannt zu werden, gestützt auf eine Fülle von historischen und kritischen Studien. Leon Harold Craig ist emeritierter Professor für Politikwissenschaft an der University of Alberta.