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Philosophy and the Puzzles of Hamlet: A Study of Shakespeare's Method
Shakespeares berühmtes Stück Hamlet war Gegenstand von mehr wissenschaftlichen Analysen und Kritiken als jedes andere literarische Werk in der Geschichte der Menschheit. Trotz seiner allgemein anerkannten Vorzüge wurde es jedoch auch in vielerlei Hinsicht als problematisch betrachtet.
In Philosophy and the Puzzles of Hamlet erklärt Leon Craig, dass die am häufigsten zitierten Probleme und Kritikpunkte eigentlich lösbare Rätsel sind. Durch eine genaue Lektüre der philosophischen Probleme, die in Hamlet aufgeworfen werden, versucht Craig, Lösungen für diese Rätsel zu finden.
Das Aufwerfen von Rätseln, einige mehr, andere weniger auffällig, ist grundlegend für Shakespeares philosophische Methode und Absicht. Das heißt, er hat seine Stücke, und insbesondere Hamlet, so gestaltet, dass sie den "geschickten" (im Gegensatz zum "ungeschickten") Leser zu philosophischen Aktivitäten anregen. Indem er aufzeigt, dass das, was so viele Kritiker als Fehler oder Unzulänglichkeiten bezeichnen, in Wirklichkeit als interpretatorische Herausforderung gedacht ist, will Craig die Wertschätzung für die Gesamtkohärenz von Hamlet erhöhen: dass die Handlung mehr logische Stringenz und die Charakterisierungen mehr psychologische Plausibilität aufweisen, als allgemein zugestanden wird, selbst von seinen erklärten Bewunderern.
Philosophie und die Rätsel des Hamlet versucht deutlich zu machen, warum Hamlet als Werk der Vernunft weit besser ist, als allgemein anerkannt wird, und beweist, dass sein Autor nicht nur der erstklassige Dichter und Dramatiker ist, als der er bereits allgemein anerkannt ist, sondern auch ein Philosoph von eigenem Recht.