Bewertung:

Antonio Garcias Buch bietet eine eingehende Analyse des Feldzugs in Deutsch-Südwestafrika während des Ersten Weltkriegs, wobei er die Bedeutung der Manöverkriegsführung hervorhebt. Der Autor, der sich auf seinen militärischen Hintergrund und seine akademische Erfahrung stützt, argumentiert, dass der Erfolg der südafrikanischen Streitkräfte eher auf ihren qualitativen Vorteilen als auf ihrer zahlenmäßigen Überlegenheit beruhte. Das Buch befasst sich mit wichtigen Persönlichkeiten, insbesondere mit Louis Botha, und geht auf den oft übersehenen Beitrag der schwarzen südafrikanischen Soldaten ein.
Vorteile:⬤ Hervorragende Analyse mit reichhaltigen Fakten und Anekdoten
⬤ Einzigartige Perspektive auf die Manöverkriegsführung
⬤ Wertvolle Einblicke in die Charaktere
⬤ Bedeutende Beiträge zum historischen Verständnis des Feldzugs
⬤ Sowohl für ernsthafte als auch für Gelegenheitsleser fesselnd.
⬤ Könnte für einige Leser aufgrund des akademischen Tons eine Herausforderung sein
⬤ die Details des Feldzugs werden in der zweiten Hälfte des Buches ausführlicher dargestellt, was das Tempo beeinträchtigen könnte
⬤ einige historische Perspektiven, insbesondere in Bezug auf die schwarzen Soldaten, könnten die Leser mit dem Wunsch nach mehr Anerkennung zurücklassen.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
The First Campaign Victory of the Great War: South Africa, Manoeuvre Warfare, the Afrikaner Rebellion and the German South West African Campaign, 1914
Der Erste Weltkrieg hat die globale Landschaft geprägt und einen Großteil der Welt nachhaltig beeinflusst. Während sich der Großteil der internationalen Forschung auf den europäischen Schauplatz konzentriert, untersucht Antonio Garcia eine der peripheren Kampagnen des Großen Krieges. Südafrikas Feldzug im Ersten Weltkrieg in Deutsch-Südwestafrika war ein kühnes militärisches Unterfangen, das sich durch Manöver und Schnelligkeit auszeichnete.
Der Autor wählt einen neuen Ansatz, indem er den Feldzug mit der Theorie der Manöverkriegsführung vergleicht. Die Manövriertheorie beruht auf den Grundsätzen der Mobilität, der Schnelligkeit und der Überraschung, mit denen versucht wird, den Sieg mit dem geringsten Verlust an Ressourcen und in der kürzest möglichen Zeit zu erringen. Um einen schnellen Sieg gegen die deutschen Streitkräfte zu erringen, wurden die südafrikanischen Soldaten bis an die Grenzen der Erschöpfung getrieben, um die strategischen Ziele der Union of South Africa zu erreichen.
Der Feldzug in den Wüsten Deutsch-Südafrikas wurde zum Schauplatz von Abenteuern und Krieg, wo Briten, Buren und People of Colour gemeinsam als Dominion des Britischen Empire dienten. Schwarze, Farbige und Inder kämpften für die Hoffnung auf ein besseres politisches Wahlrecht, ein Ziel, das erst 80 Jahre später erreicht werden sollte. Das Buch befasst sich mit der komplexen politischen Dynamik in Südafrika zur Zeit des Ersten Weltkriegs, der tiefen Spaltung zwischen Afrikanern und britischen Südafrikanern und dem Aufstand der Afrikaner.
Vor dem Hintergrund politischer Schwierigkeiten und des Mangels an überwältigender Unterstützung für den Eintritt in den Großen Krieg benötigte die Regierung Botha ein schnelles Ergebnis, um das empfindliche Gleichgewicht der Macht zu erhalten. Der Autor analysiert den Feldzug aus der Sicht der Militärtheorie, um festzustellen, wie der rasche Sieg zustande kam. Das Buch beantwortet die Frage, ob der Feldzug durch zahlenmäßige Überlegenheit oder durch den Einsatz einer überlegenen operativen Strategie gewonnen wurde. Der Sieg war der erste Feldzugssieg unter Führung eines britischen Dominions.