Bewertung:

Das Buch „Witch's Flight“ von Kara Keeling hat gemischte Kritiken erhalten. Während einige Leserinnen und Leser den innovativen Ansatz und die gründliche Analyse der Darstellung Schwarzer weiblicher Identitäten im Kino loben, kritisieren andere den dichten, akademischen Schreibstil und die mangelnde Zugänglichkeit. Befürwortende Leser schätzen das Potenzial des Buches, das Verständnis sowohl im akademischen als auch im populären Kontext neu zu gestalten, während Kritiker es als schwer verständlich und unklar empfinden.
Vorteile:⬤ Bietet eine neue und innovative Perspektive auf Schwarze Femme-Identitäten im Kino.
⬤ Bietet einen neuen theoretischen Rahmen (Black Femme Function), der konventionelle Auffassungen in den Medienwissenschaften, der Queer-Theorie und den African American Studies in Frage stellt.
⬤ Ermutigt die Leserinnen und Leser zu einer kritischen Auseinandersetzung mit visuellen Medien jenseits oberflächlicher Interpretationen.
⬤ Verbindet auf anregende Weise hohe Theorie mit konkreter Filmanalyse.
⬤ Das Buch ist in einem dichten und undurchsichtigen Stil geschrieben, der für einige Leser schwierig zu verstehen sein könnte, insbesondere für diejenigen, die mit dem akademischen Jargon nicht vertraut sind.
⬤ Es fehlen klare Definitionen von Schlüsselbegriffen wie 'Black femme'.
⬤ Springt zwischen Themen ohne kohärente Übergänge, was es schwierig macht, die Argumente der Autorin zu kritisieren oder ihnen zu folgen.
⬤ Einige Kapitel gehen nicht angemessen auf kulturelle Produkte ein, was zu Frustrationen bei den Lesern führt.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
The Witch's Flight: The Cinematic, the Black Femme, and the Image of Common Sense
Kara Keeling vertritt die These, dass das Kino und kinematografische Prozesse für die antikapitalistischen schwarzen Befreiungsbewegungen in den Vereinigten Staaten im 20. Unter Rückgriff auf Gilles Deleuzes Begriff des "Filmischen" - nicht nur als ein auf Bewegtbildmedien wie Film und Fernsehen beschränktes Phänomen, sondern als eine Reihe von Prozessen, die an der Produktion und Reproduktion der sozialen Wirklichkeit selbst beteiligt sind - beschreibt Keeling, wie das Filmische Rassismus, Homophobie und Frauenfeindlichkeit strukturiert und dabei den Zuschauern den Zugang zu bestimmten Bildern und Wissensformen verwehrt.
Sie theoretisiert die schwarze Frau als eine Figur, die, auch wenn sie nicht explizit in hegemonialen filmischen Formulierungen von rassischen und geschlechtlichen Subjektivitäten vertreten ist, diese Repräsentationen dennoch heimsucht und sie zu stören droht, indem sie alternative soziale Arrangements sichtbar macht. Keeling stützt sich auf das Denken von Frantz Fanon, Angela Davis, Karl Marx, Antonio Gramsci und anderen sowie auf Deleuze.
Sie verfolgt die schwer fassbare Figur der schwarzen Femme anhand von Haile Gerimas Film Sankofa, Bildern von Frauen in der Black Panther Party, Pam Griers Rollen in den Blaxploitation-Filmen der frühen 1970er Jahre, F. Gary Grays Film Set It Off und Kasi Lemmons' Eve's Bayou.