Bewertung:

Das Buch bietet eine umfassende Darstellung der bewaffneten Selbstverteidigung und ihres Verhältnisses zur Gewaltlosigkeit während des schwarzen Freiheitskampfes, wobei die Komplexität und die bedeutende Rolle, die sie in verschiedenen Bewegungen spielte, hervorgehoben werden. Es übt wirkungsvolle Kritik an früheren Darstellungen, indem es die Perspektiven der Selbstverteidigung und des gewaltlosen Protests ausbalanciert und gleichzeitig Themen der Ethnie und des Geschlechts erforscht.
Vorteile:⬤ Ausführliche Recherchen und Erzählungen
⬤ ausgewogene Perspektive auf bewaffneten Widerstand und Gewaltlosigkeit
⬤ hebt weniger bekannte historische Ereignisse hervor
⬤ thematisiert das Zusammenspiel von bewaffneter Verteidigung und Bürgerrechten
⬤ bietet eine wichtige Gender-Analyse in Bezug auf schwarze Männlichkeit
⬤ wird von Geschichtsjournalen positiv aufgenommen.
Einige frühere Werke können als zu vereinfachend oder falsch in ihren Einschätzungen angesehen werden; der Fokus scheint eher auf bestimmte Regionen oder historisch einzigartige Kontexte beschränkt.
(basierend auf 1 Leserbewertungen)
The Spirit and the Shotgun: Armed Resistance and the Struggle for Civil Rights
The Spirit and the Shotgun (Der Geist und die Schrotflinte) untersucht die Rolle der bewaffneten Selbstverteidigung im Zusammenspiel mit gewaltfreien Protesten im afroamerikanischen Freiheitskampf der 1950er und 1960er Jahre. Angesichts der gewalttätigen Angriffe des Ku-Klux-Klans und anderer rassistischer Terroristen übernahmen die Schwarzen des Südens Martin Luther Kings Philosophie des gewaltlosen Widerstands als Taktik, argumentiert Wendt, bewaffneten sich aber gleichzeitig aus Notwendigkeit und Stolz.
Ausgeklügelte Selbstverteidigungseinheiten patrouillierten in schwarzen Vierteln, bewachten die Häuser von Führern der Bewegung, retteten Aktivisten vor Schaden und lieferten sich gelegentlich Schusswechsel mit ihren weißen Angreifern. Diese Patrouillen stärkten und unterstützten die lokalen Bewegungen angesichts der weißen Aggression. Sie lösten auch heftige Debatten innerhalb traditionell gewaltfreier Bürgerrechtsorganisationen wie SNCC, CORE und der NAACP aus.
In dieser Studie werden schwarze Aktivisten wie Malcolm X und die Black Panther Party neu bewertet und auch weitgehend unbekannte Schutzorganisationen in Tuscaloosa, Cleveland und anderen Orten untersucht. Dies ist die erste ausgewogene Geschichte der bewaffneten Selbstverteidigung, die mit der Bürgerrechtsbewegung der Südstaaten beginnt und mit der Black-Power-Ära endet, ohne sich auf einen Staat, eine Organisation oder die bekanntesten Aktivisten zu beschränken.
Auf der Grundlage umfangreicher Recherchen aus einer Vielzahl von Quellen argumentiert Wendt, dass der bewaffnete Widerstand während der Black-Power-Jahre weitgehend symbolisch und letztlich kontraproduktiv für den Kampf der Schwarzen wurde - und nicht mehr mit dem friedlichen Protest im Sinne der Philosophie "Geist und Gewehr" koexistierte, die der Südstaatenbewegung so erfolgreich gedient hatte. Dies ist ein unverzichtbarer Band für Historiker und Studenten dieser Zeit.