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The Daughters of the American Revolution and Patriotic Memory in the Twentieth Century
In dieser umfassenden Geschichte der Daughters of the American Revolution (DAR), einer der ältesten und wichtigsten Frauenorganisationen in der Geschichte der Vereinigten Staaten, zeigt Simon Wendt, wie die Bemühungen des DAR, die Erinnerung an die Vergangenheit der Nation wachzuhalten, mit den Rassen- und Geschlechtergrenzen der Nation verwoben waren und diese stärkten.
Wendt nimmt die Aufgabe des DAR, die nationale Loyalität zu stärken, genau unter die Lupe und deckt Paradoxien und Zweideutigkeiten in seinem Aktivismus auf. Während die Daughters sich an patriotischen Aktionen beteiligten, die lange Zeit als Domäne der Männer galten, und die männerzentrierte Darstellung des Aufbaus der US-Nation in Frage stellten, verstärkten ihre Erzählungen über die Vergangenheit die traditionellen Vorstellungen von Weiblichkeit und Männlichkeit und spiegelten die Überzeugung wider, dass jede Infragestellung dieser Konventionen die Stabilität des Landes gefährden würde. In ähnlicher Weise sprachen sie sich häufig für einen integrativen bürgerlichen Nationalismus aus, gestalteten aber bewusst die historische Erinnerung, um die weiße Vorherrschaft zu festigen.
Unter Verwendung von Archivquellen aus dem ganzen Land konzentriert sich Wendt auf die sichtbarste Arbeit des DAR nach seiner Gründung im Jahr 1890 - die Gedenkfeiern zur Amerikanischen Revolution, zur Expansion in den Westen und zu den amerikanischen Ureinwohnern. Er untersucht auch die Geschichte der Organisation nach dem Zweiten Weltkrieg, eine Zeit, in der die konservative Vision der "imaginierten Gemeinschaft" Amerikas stark in Frage gestellt wurde. Dieses Buch wirft ein neues Licht auf die bemerkenswerte Handlungsfähigkeit und kulturelle Autorität konservativer weißer Frauen im zwanzigsten Jahrhundert.