Bewertung:

Das Buch bietet einen umfassenden Überblick über die Seekriegsführung des Ersten Weltkriegs, wobei die Perspektiven der verschiedenen Nationen, insbesondere der Mittelmächte, berücksichtigt werden, ohne die anderen zu vernachlässigen. Es behandelt effektiv die Politik, Technologie und Seestrategien sowie die wichtigsten Kampagnen und Schlachten. Das Buch ist zwar gut recherchiert und gut geschrieben, aber einige Leser sind der Meinung, dass es in bestimmten Bereichen an Tiefe mangelt und mehr Primärquellen und Illustrationen hilfreich wären. Insgesamt ist es eine hervorragende Einführung in die maritimen Aspekte des Großen Krieges.
Vorteile:⬤ Gut geschriebene und fesselnde Erzählung
⬤ umfassender Überblick über den Seekrieg, einschließlich weniger bekannter Schauplätze
⬤ integriert mehrere Perspektiven
⬤ solide Forschung, gestützt durch neuere Veröffentlichungen
⬤ hebt die Bedeutung der verschiedenen Seestreitkräfte hervor
⬤ präsentiert eine ausgewogene Sicht der wichtigsten Seekriegsgefechte.
⬤ Es fehlt an Tiefe in bestimmten Bereichen, wie z.B. der Entwicklung britischer Flugzeugträger
⬤ minimale Verwendung von Primärquellen
⬤ einige Abschnitte stützen sich stark auf einige wenige Quellen
⬤ begrenzte technische Details und Illustrationen
⬤ kann eine voreingenommene Sicht auf bestimmte Marineaktionen, insbesondere in der Adria, darstellen.
(basierend auf 28 Leserbewertungen)
The Great War at Sea
Dies ist eine bedeutende neue Marinegeschichte des Ersten Weltkriegs, die den entscheidenden Beitrag des Seekriegs zum Sieg der Alliierten aufzeigt.
In einer wahrhaft globalen Darstellung zeichnet Lawrence Sondhaus den Verlauf der Feldzüge in der Nordsee, im Atlantik, in der Adria, in der Ostsee und im Mittelmeer nach und untersucht die Rolle entscheidender Innovationen bei der Konstruktion und Leistung von Schiffen, der drahtlosen Kommunikation und der Feuerkraft. Er schildert, wie die Überlegenheit der Alliierten die Mittelmächte dazu veranlasste, die Seekriegsführung durch einen uneingeschränkten U-Boot-Krieg zu revolutionieren, was schließlich die Vereinigten Staaten zum Kriegseintritt veranlasste.
Der Sieg über die U-Boot-Herausforderung, nachdem es den Alliierten zuvor gelungen war, deutsche Kreuzer und andere Überwasserjäger aus dem Meer zu drängen, gab ihnen die Freiheit, die weltweiten Seewege zu nutzen, um Nachschub und Truppen aus den überseeischen Gebieten und schließlich aus den Vereinigten Staaten nach Europa zu transportieren, was sich als entscheidender Faktor für den Endsieg erwies.