Bewertung:

Das Buch stellt eine faszinierende Erkundung der biblischen Erzählung von der israelitischen Invasion Kanaans dar und regt zu Diskussionen über deren Auslegung und Auswirkungen an. Die Leserinnen und Leser schätzen den Ansatz des Autors, auch wenn die Meinungen weit auseinandergehen.
Vorteile:Hilfreiche Einblicke in die biblische Hermeneutik, einnehmender Schreibstil, vereinfacht komplexe Themen, bietet historischen Kontext, regt zum Nachdenken über geistliche vs. wörtliche Auslegungen an, enthält wertvolle Diskussionen mit anderen Theologen.
Nachteile:Kritik, weil es zu sehr vereinfacht oder ernsthafte theologische Fragen abtut, weil es als Entschuldigung für unbequeme biblische Erzählungen dienen kann, weil es polarisierende Perspektiven auf Glauben und Auslegung bietet, weil einige Leser seine Glaubwürdigkeit anzweifeln.
(basierend auf 6 Leserbewertungen)
The Joshua Delusion?
Beschreibung: Viele Christen ringen mit Bibelstellen, in denen Gott die Tötung der Kanaaniter - Männer, Frauen und Kinder - befiehlt. Die Frage nach der Moral des biblischen Gottes ist eine der größten Herausforderungen für den heutigen Glauben.
Wie können solche Texte Heilige Schrift sein? In diesem kühnen und innovativen Buch packt Douglas Earl den Stier bei den Hörnern und führt die Leser zu neuen und unerwarteten Wegen, das Buch Josua zu betrachten. Auf der Grundlage von Erkenntnissen aus der frühen Kirche und der modernen Wissenschaft argumentiert Earl, dass wir Josua fälschlicherweise als einfachen historischen Bericht gelesen haben und am Ende einen völkermordenden Gott vor Augen hatten. Im Gegensatz dazu bietet Earl eine theologische Interpretation an, in der die Massentötung der Kanaaniter eine bewusste Verwendung des Mythos ist, um wichtige theologische Aussagen zu machen, die auch heute noch gültig sind.
Christopher J.
H. Wright bietet dann eine durchdachte Antwort auf Earls provokante Ansichten.
Das Buch schließt mit Earls Antwort auf Wright, und die Leser werden ermutigt, die Debatte fortzusetzen. Befürwortungen: "Es besteht kein Zweifel daran, dass die Bibel - und der Gott der Bibel - mit Unmengen von Gewalt durchtränkt sind ... und nirgends so frontal wie im Buch Josua.
Douglas Earl wagt sich kühn an das Problem heran, Josua theologisch zu lesen. Er bringt die reichen Ressourcen der christlichen Tradition und die besten der gegenwärtigen hermeneutischen Möglichkeiten in diese Aufgabe ein. Das Ergebnis ist ein reichhaltiger, anregender Ansatz, der dazu einlädt, die Art und Weise, wie wir solche Texte verantwortungsbewusst lesen, gründlich zu überdenken.
Sein Buch ist eine willkommene Stimme in einem wichtigen, leidvollen und unvollendeten Gespräch." --Walter Brüggemann, Columbia Theological Seminary, USA "Diese anspruchsvolle, aber klar geschriebene Studie ist selbst für geübte Leser und Lehrer der Heiligen Schrift augenöffnend. Earl nimmt sich eines der schwierigsten Fälle in der Bibel an und bietet eine Anleitung zur Entdeckung der Wahrheit der Heiligen Schrift, ohne dabei den kritischen Scharfsinn in historischen und ethischen Fragen zu opfern." --Ellen Davis, Duke Divinity School, USA "Douglas Earl versucht, 'spirituelle' oder symbolische Lesarten von Josua wiederzubeleben, die auf Origenes zurückgehen, aber im Lichte des modernen anthropologischen Verständnisses von Mythos und Symbol verfeinert wurden.
Dies ist ein zeitgemäßes und erhellendes Buch, das mit höchstem Respekt für die Heilige Schrift geschrieben wurde, und ich empfehle es wärmstens allen, die sich mit dem Problem der Gewalt im Alten Testament beschäftigen." --Gordon McConville, University of Gloucestershire, UK Über den/die Autor(en): Douglas Earl promovierte über das Buch Josua an der University of Durham. Er ist Autor von Reading Joshua as Christian Scripture. Christopher J.
H.
Wright ist ein Alttestamentler und Direktor der Langham Partnership.