
The Circle Dance of Time
Es gibt nichts Weiseres als den Kreis, sagt Rilke in seinen Geschichten von Gott. Das neue Buch von John Dunne erforscht die Weisheit des Kreises.
Er verwendet die Metapher des Kreistanzes, eines Volkstanzes, bei dem die Frauen einen inneren Kreis bilden, sich an den Händen halten und im Uhrzeigersinn bewegen; die Männer bilden einen äußeren Kreis, der sich gegen den Uhrzeigersinn bewegt. Wenn die Musik aufhört, ist die Person gegenüber dein Partner für den nächsten Tanz. Dunne interpretiert den Kreis als den großen Kreis des Lebens, des Lichts und der Liebe, der von Gott kommt und zu Gott zurückkehrt.
Dunne betont den am weitesten von Gott entfernten Punkt des Kreises und nutzt ihn, um die Schwierigkeiten unseres säkularen Zeitalters zu diskutieren. Im Leben des Einzelnen ist der ferne Punkt eine dunkle Nacht der Seele.
Doch Dunne sieht diesen fernen Punkt der Einsamkeit und Dunkelheit auch als einen Punkt, der die Rückkehr zu Liebe und Licht markiert. So ist das Thema des Buches wie die Worte eines alten Beduinen zu Lawrence von Arabien: Die Liebe ist von Gott, von Gott und zu Gott.
Das Buch schließt mit den Worten von einundzwanzig Kreisliedern, die der Autor selbst verfasst hat.