Bewertung:

Mary Shelleys „Der letzte Mensch“ ist ein komplexer Roman, der wegen seiner emotionalen Tiefe und seiner philosophischen Themen rund um menschliche Verbundenheit und Einsamkeit im Angesicht apokalyptischer Verzweiflung geschätzt wird. Während einige Leser von der reichhaltigen Prosa und der ergreifenden Reise des Protagonisten Lionel Verney fasziniert sind, empfinden andere den Text als zu langatmig und ermüdend, was zu einer gemischten Aufnahme führt.
Vorteile:⬤ Gefühlsbetont mit tiefen philosophischen Einsichten über Kameradschaft und menschliche Erfahrung.
⬤ Reichhaltige und lebendige Prosa, die starke Bilder erzeugt und die Phantasie des Lesers anregt.
⬤ Für seine Zeit innovativ, da es sich um eine frühe dystopische Erzählung handelt, die Themen wie Überleben und Verlust behandelt.
⬤ Viele Leser fanden die Geschichte am Ende fesselnd und lohnend, mit Themen, die mit modernen Konzepten der Einsamkeit übereinstimmen.
⬤ Die Erzählung wird oft als zu lang, langatmig und mäandernd kritisiert, und viele sind der Meinung, dass es ihr an einer bedeutenden Entwicklung der Handlung fehlt.
⬤ Einige Leser empfanden die viktorianische Sprache als schwierig und das Tempo als langsam, was die Lektüre bisweilen ermüdend machte.
⬤ Es wird bemängelt, dass bei der Darstellung eines Zukunftsszenarios der technologische Fortschritt nicht vorausschauend genug ist.
⬤ Einige der auf dem Markt erhältlichen Ausgaben wurden als schlecht formatiert oder redigiert beschrieben, was zu Frustration führte.
(basierend auf 166 Leserbewertungen)
The Last Man
The Last Man ist ein apokalyptischer, dystopischer Science-Fiction-Roman von Mary Shelley, der erstmals 1826 veröffentlicht wurde. Das Buch beschreibt eine zukünftige Erde im späten 21.
Jahrhundert, die von einer unbekannten Pandemie heimgesucht wird, die sich schnell über die ganze Welt ausbreitet. Es enthält auch eine Diskussion über die englische Kultur als Republik, wobei Mary Shelley an Sitzungen des Unterhauses teilnimmt, um einen Einblick in das politische Regierungssystem der romantischen Ära zu erhalten. Den Roman widmet sie in hohem Maße ihrem Mann Percy Bysshe Shelley, der vier Jahre vor der Veröffentlichung des Buches bei einem Schiffsunglück ertrank.
Es ist auch ihrem lieben Freund Lord Byron gewidmet, der die griechischen Inseln liebte, auf denen er zwei Jahre zuvor starb. The Last Man wurde damals stark unterdrückt.
Erst in den 1960er Jahren tauchte der Roman als Fiktion und nicht als Prophezeiung wieder auf. Der letzte Mensch ist der erste dystopische Roman, der veröffentlicht wurde.
Unter Literaturkritikern ist jedoch umstritten, ob der letzte Mensch als dystopischer Roman eingestuft werden kann, da er die politischen Themen der Unterdrückung und des Totalitarismus späterer Romane wie Orwells Nineteen Eighty-Four oder Huxleys Brave New World ausschließt. (wikipedia.org)